Kurzbeschreibung der für
Brennelementtransporte von deutschen
Kernkraftwerken nach Frankreich benutzten NTL- und TN-Transportbehälter
| Der Mittelteil des Behälterkörpers hat die Form eines
Kreiszylinders, der zur Wärmeableitung mit Kühlrippen ('Stacheln') versehen ist. Diese
sind in einen Kunstharzmantel eingelassen, der den metallischen Grundkörper des Behälters umgibt. Der Kühlrippenbereich wird oben und unten durch dieDichtringe für den unten beschriebenen Kontaminationsschutz abgeschlossen.Im daran anschließenden Bereich der Tragzapfen ist der Behältermantel soweit abgeflacht, daß die Tragzapfen nicht über den Querschnitt der Dichtringe für den Kontaminationsschutz hinausragen. Nur bei dem Behälter NTL 10 sind die Tragzapfen mit dem Behälterkörper verschweißt, bei den übrigen mittels einer Tragplatte mit dem Behälter verschraubt. Unten schließt der Behälter mit der Bodenplatte ab, an die während des Transports der untere Stoßdämpfer angeschraubt ist. Die Behälterdeckel sind entweder mit Hilfe eines Ringflansches verschraubt und zusätzlich mit einer Abdeckplatte versehen (Typen TN 12/2, TN 13/2 und TN 17/2) oder direkt mit dem Behälter verschraubt (Typen NTL 10, TN 12/1, TN 13/1). Bei den Behältertypen NTL10 und TN 13/1 ist zwischen dem Deckelsystem und dem Behältergrundkörper eine Behälterverlängerung eingefügt. Während des Transports wird das Deckelsystem durch den oberen Stoßdämpfer abgedeckt. Bodenseitig sind in Höhe der Tragzapfen, jedoch in die Diagonale versetzt, zwei Öffnungen eingearbeitet, durch die nach der Beladung mit Brennelementen das Wasser aus dem Behälter abgelassen wird. Um den schwer zu dekontaminierenden Bereich der Kühlrippen beim Beladen des Behälters im Beladebecken vor dem Kontakt mit möglicherweise kontaminiertem Beckenwasser zu schützen, wird ein zusätzlicher Kontaminationsschutz am Behälter angebracht. Nach Angaben von NTL kommt bei allen Kraftwerken bei den Trockenbehältern ein metallischer Kontaminationsschutz (MKS) zum Einsatz. Dieser besteht im wesentlichen aus einem Stahlblechmantel, welcher den gesamten Bereich der Kühlrippen abdeckt. Der MKS dichtet mit Hilfe aufblasbarer Dichtschläuche an den dafür vorgesehenen Dichtringen am Behälter ab. Über entsprechende Füllstutzen am MKS wird der Zwischenraum zwischen MKS und Behälter vor dem Absenken des Behälters in das Beladebecken mit gereinigtem und entsalztem Wasser (Deionat) befüllt. Die Tragzapfen sind bei den NTL-Behältern für Trockentransport hohl ausgeführt. Sind die Tragzapfen mit dem Behälterkörper (NTL 10) verschweißt, ist der Zapfen mit einer verschraubten Abdeckung versehen, um den Hohlraum für Ultrasch allprüfungen zugänglich zu halten. Das Eindringen von Wasser in den Hohlraum des Zapfens wird mit einer O-Ringdichtung verhindert. Bei den übrigen Trockenbehältern sind die Tragzapfen mittels einer quadratischen Grundplatte am Behälterkörper verschraubt. In diesem Fall sind O-Ringdichtungen unterhalb der Grundplatte sowie unter den Schraubenköpfen angebracht. Vor dem Beladevorgang des Behälters werden weitere Schutzmaßnahmen getroffen, damit möglicherweise kontaminiertes Wasser nicht in schwer dekontaminierbare enge Spalten und Bohrungen eindringen kann. Zum Beispiel werden alle nicht benutzten Gewindebohrungen, insbesondere für die Deckelverschraubung und für das Anschrauben der Stoßdämpfer mit Kunststoff- oder Aluminiumstopfen abgedichtet. Verbleibende Spalten und Bohrungen werden mit Silikonkautschuk abgedichtet und zusätzlich mit wasserfesten Klebestreifen abgeklebt. Dies betrifft zum Beispiel den Ringspalt zwischen Behälterkörper und Grundplatte der Tragzapfen sowie versenkte Schraubenköpfe. Bei Behältern mit Behälterverlängerung (NTL 10 und TN 13/1) wird der von der Hauptdichtung nach außen weisende Spalt bereits bei der Montage vollflächig mit Silikonkautschuk verfüllt. Als ergänzende Maßnahme zum Kontaminationsschutz wird während der Befüllung des Behälters eine Abdeckung über die Behälteroberseite gelegt, welche verhindern soll, daß radioaktive Partikeln in den Bereich der Bohrungen für die Deckel- und Stoßdämpferverschraubungen gelangen. Bei verschiedenen Kernkraftwerken werden auch leicht dekontaminierbare, glatte Edelstahloberflächen im oberen und unteren Behälterbereich vollflächig mit Folien abgeklebt. Andere Betreiber vermeiden dies, um die Entstehung zusätzlichen radioaktiven Abfalls zu vermeiden. Zwischen dem Behälter und den für den Transport aufgesetzten oberen sowie unteren Stoßdämpfern werden keine Abdichtungsmaßnahmen durchgeführt. Transportbehältertypen
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Bearbeitet am: 16.08.1999/ad