In der nächsten Abbildung sind die Tagesmittelwerte der im Abstand von fünf Minuten
erfassten Strahlungsintensitäten im Berichtszeitraum dargestellt.
Abb. 2 Relative Dosisleistungen im Berichtszeitraum vom
01.02. 2004 bis 31.05.2004 in Gedelitz (r1), Gorleben (r2) , Trebel (R3) und Meetschow
(r4). Eine Impulsrate von 26600 Imp/h entspricht in etwa einer Dosisleistung von 70
Nanosievert pro Stunde (nSv/h).
Erhöhungen der Intensität sind in der Regel an allen Messstellen zu
beobachten.
Im Berichtszeitraum war z.B. am 05.05.04 ein hoher Wert ( bis zu 23 % über normal) zu
beobachten. Verantwortlich für den Radioaktivitätseintrag durch Feuchtigkeit (Regen,
Schnee, Nebel) sind Aerosole, die mit der Feuchtigkeit transportiert werden. Aus der
Abklingzeit der Radioaktivität kann man ermitteln, dass es sich um Folgeprodukte des
Radonzerfalls handelt. Das Edelgas Radon entsteht beim radioaktiven Zerfall des
natürli-chen Urans in der Erde. Die Abbildungen 3 und 4 zeigen den typischen zeitlichen
Verlauf der relativen Dosisleistung bei Radioaktivitätseintrag durch Regen.
Abbildung 3

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Abbildung 4

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Abb. 3. und 4. Beispiel für Radioaktivitätseintrag durch Regen (rote
Linien zeigen Feuchtigkeit an) am 05..05.04 an zwei Messstellen. Eine Erhöhung der
Impulsrate, die nahezu zeitgleich an verschiedenen Messstellen registriert wird, schliesst
die Gorlebener Anlagen als Ursache aus. Nicht jeder Niederschlag ist jedoch mit
Radioaktivitätseintrag verbunden.
Bei Castortransporten ist eine Erhöhung der Intensität jedoch nur in Gorleben zu
beobachten. In Abbildungen 5 ist die in fünf Minutenabstand registrierten Messwerte an
Tagen des CASTOR - Transports aufgezeichnet.
Bei der Messung muss berücksichtigt werden, dass die CASTOR- Strahlung gerichtet ist. Sie
entsteht durch die Radioaktivität, die in den Behältern eingeschlossen ist. Gleiches
gilt für die Neutronenstrahlung, die vom Messsystem nicht gemessen wird. Die Messstellen
sind zur Er-fassung von Radioaktivitätseintrag, nicht zur Registrierung einer gerichteten
Strahlung konzi-piert. Aus der Tatsache, dass sie dennoch erfasst wird, zeigt, dass die
Strahlung aus CASTOR Behältern nicht auf die unmittelbare Umgebung beschränkt
ist, wie häufig behauptet wird.
Abbildung 5

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Abb. 5 Die CASTOR-Transporte am 14.11.01(durchgezogene
Linie) und 14.11.02 (gestri-chelte Linie) erreichten Gorleben (r2 schwarz) fast zur
gleichen Uhrzeit. Auch in ca. 40 Meter Entfernung ist die Gammastrahlung noch
registrierbar .Zum Vergleich ist die Strahlungsintensität in Gedelitz (r1 rot) am Tag
eines Castor Transports (14.11.01) aufgezeichnet, hier zeigte sich keine Erhöhung.
Nur die Gammastrahlung wird registriert, die nach offiziellen Messungen (BfS) nur 20%
(realistischer 10%) der Gesamtstrahlung ausmacht.
Mit der entwickelten Anlage zur Strassenüberwachung lassen sich
Transporte von radioaktiven Abfall registrieren, nicht nur CASTOR-Transporte.
Abbildung 6

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Abbildung 7

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Abbildung 8

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Abb. 6 bis 8. Im Vergleich zu einem Transport mit schwach
bzw. mittelaktiven Abfall (Abbildung 6) ist die Strahlenintensität von Castor-Transporten
(Abbildung 7 u. 8) erheblich höher. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die
registrierte Gamma-Strahlung nur etwa 20%, (realistischer weniger als 10%), der gesamten
Strahlenbelastung ausmacht. Die wesentlich höhere Neutronen-Strahlung wird vom Detektor
nicht erfasst.