| Anmerkung: Die technischen Probleme, die im letzten Bericht
erwähnt wurden, sind weitgehend aber noch nicht endgültig behoben. Drei von vier Anlagen
arbeiten derzeit. Wir danken der BI Lüchow-Dannenberg für die finanziellen
Unterstützung, ohne die der Betrieb nicht aufrecht zu halten wäre. A.
Strahlungsintensität
In Abbildung 1 sind die Tagesmittelwerte der im Abstand von fünf Minuten erfassten
Strahlungsintensitäten aufgeführt.

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Abb. 1. Relative Dosisleistungen vom 01.11. bis
31.12.02 in Gedelitz (r1), Gorleben (r2), Trebel (R3) und Meetschow (r4).
Eine Impulsrate von 26600 Imp/h entspricht in etwa einer Dosisleistung von ca. 70
Nanosievert pro Stunde (nSv/h).
Erhöhungen der Intensität sind in der Regel an allen Messstellen zu beobachten.
Verantwortlich für den Radioaktivitätseintrag durch Feuchtigkeit (Regen, Schnee, Nebel)
sind Aerosole, die mit der Feuchtigkeit transportiert werden. Aus der Abklingzeit der
Radioaktivität kann man ermitteln, dass es sich um Folgeprodukte des Radonzerfalls
handelt. Das Edelgas Radon entsteht beim radioaktiven Zerfall des Urans.
Bei Castortransporten ist eine Erhöhung der Intensität jedoch nur in Gorleben zu
beobachten. In Abbildung 2. sind die in fünf Minuten registrierten Messwerte an Tagen der
CASTOR - Transporte aufgezeichnet.

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Abb. 2. Die CASTOR-Transporte am 14.11.01(durchgezogene Linie) und
14.11.02 (gestrichelte Linie) erreichten Gorleben (r2 schwarz) fast zur gleichen Uhrzeit.
Auch in ca. 50 Meter Entfernung ist die Gammastrahlung noch registrierbar .Zum Vergleich
ist die Strahlungsintensität in Gedelitz (r1 rot) am Tag eines Castor Transports
(14.11.01) aufgezeichnet. Nur die Gammastrahlung wird registriert, die nach offiziellen
Messungen (BfS) nur 20% (realistischer 10%) der Gesamtstrahlung ausmacht.
Bei der Messung muss berücksichtigt werden, dass die CASTOR- Strahlung gerichtet ist.
Sie entsteht durch die Radioaktivität, die in den Behältern eingeschlossen ist. Gleiches
gilt für die Neutronenstrahlung. Die Messstellen sind
zur Erfassung von Radioaktivitätseintrag, nicht zur Registrierung einer gerichteten
Strahlung konzipiert. Aus der Tatsache, dass sie dennoch erfasst wird, zeigt, dass die
Strahlung aus CASTOR Behältern nicht auf die unmittelbare Umgebung beschränkt
ist, wie häufig behauptet wird.

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Abb. 3 Beispiel für Radioaktivitätseintrag durch Regen am
03.11.02.
Nicht jeder Niederschlag ist mit Radioaktivitätseintrag verbunden.

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Abb. 4 Im Vergleich zu Abbildung 3 ist die Strahlungsintensität an
der Messtelle r3 Trebel an einem Tag ohne Feuchtigkeitseintrag (10.11.02)
dargestellt.
B. Strassentransporte schwach- und mittelaktiver Abfälle
Strassentransporte von schwach- und mittelaktiven Abfällen zu und von dem Abfalllager in
Gorleben finden in der Öffentlichkeit im Gegensatz zu CASTOR Transporten keine
Beachtung. Auch von diesen Transporten kann eine nicht unbedeutende Belastung durch
ionisierende Strahlung ausgehen (s. Tabelle 1). Die Fachgruppe Radioaktivität hat eine
Methode entwickelt, auch diese Transporte zu registrieren. Im 3- Sekundentakt wird die
Strahlungsintensität durchgehend gemessen. Wird eine Intensität registriert, die die
natürliche deutlich übersteigt, wird sie als Ereignis abgespeichert. Es werden die
Messdaten von zwei Minuten vor dem Ereignis und zwei Minuten danach als Kontrollmessung
auf einem PC gesichert.

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Abb. 1. Registrierte Dosisleistung der Gamma Strahlung
eines Strassentransportes von radioaktiven Abfall am 22.03.2001. Die Entfernung des
Detektors von der Strasse beträgt ca. 7 Meter.

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Abb. 2. Im Vergleich zu einem Transport mit schwach bzw. mittelaktiven
Abfall (1) ist die Strahlenintensität von Castor-Transporten erheblich höher. Dabei muss
be-rücksichtigt werden, dass die registrierte Gamma-Strahlung nur etwa 20%,
(rea-listischer weniger als 10%), der gesamten Strahlenbelastung ausmacht. Die we-sentlich
höhere Neutronen-Strahlung wird vom Detektor nicht erfasst.
Tabelle 1: Diese Tabelle gibt die registrierten Strassentransporte
radioaktiver Abfälle wie-der. Das Verhältnis der maximale Dosisleistung ( DT ) zur
Dosisleistung der na-türlichen Umgebungsstrahlung ( DN ) ist in Spalte 2 aufgeführt. Im
Apr. 2002 wurden keine Transporte angezeigt.
| Transport am: |
Verhältnis DT zu DN |
| 22.11.01 |
5,0 |
28.11.01 |
7,0 |
05.12.01 |
7,1 |
11.12.01 |
10,7 |
26.02.02 |
2,8 |
22.03.02 |
2,9 |
16.05.02 |
8,0 |
25.06.02 |
4,7 |
Im günstigsten Fall kann davon ausgegangen werden, dass
die Strahlungsintensität linear mit dem Abstand vom Fahrzeug abnimmt. Die Verhältnisse
in Tabelle 1. sind für einen Ab-stand von zwei bzw. einem Meter Abstand mindestens mit
dem Faktor 3,5 bzw. 7 zu multiplizieren.
Bericht Nr.9: Zeitraum 01.11. bis 31.12.02
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