Umgebungsüberwachung Gorlebener Anlagen unabhängig von Staat und Betreiber
(Eine Initiative der Fachgruppe Radioaktivität)
U. Bolle, H. Görlich, U. Jentzsch
(Diese Darstellung wird monatlich aktualisiert)
| A. Strahlungsintensität
Abb. 1a. Relative Dosisleistungen vom 01.10. bis 31.12.01 in Gedelitz (r1), Gorleben (r2), Trebel (R3) und Meetschow (r4)
Abb.1b. Abweichung der maximalen Strahlungsintensität vom Mittelwert eines Tages an den Messstationen r1 bis r4 vom 01.10. bis 31.12.01. Abweichungen von mehr als 10% (Bereich normaler Schwankung) sind auf Strahlung von Radon Aerosolen zurückzuführen, die im Niederschlag enthalten sind. Erkennbar ist, dass bei erhöhter Intensität meist alle Stationen einen erhöhten Wert registrieren. Eine Ausnahme bildet der Castor Transport am 14.11.01.
Abb. 2a. und 2b. Beispiel für Radioaktivitätseintrag durch Regen am 02.10.01 (S. Abb. 1.)
Abb. 3. Vergleich der Messdaten am 14.11.01 in Gorleben (r2 schwarz) und in Gedelitz (r1 rot). Nur die Gammastrahlung wird registriert, die nach offiziellen Messungen (BfS) nur 20% der Gesamtstrahlung ausmacht. B. Wetterstation (Die Messdaten der Wetterstation sind notwendig zur Analyse besonderer Ereignisse (Radioaktivitätseintrag). Wir gehen davon aus, dass auch ein Interesse an diesen Messdaten besteht, wenn ein deratiges Ereignis nicht beobachtet wurde.)
Abb.1. Verteilung der Windstärke von Oktober bis Dezember 2001. Die Nachweisgrenze liegt bei 0,4 km / h. Unterhalb dieser Windstärke kann keine Windrichtung bestimmt werden
Abb.2. Häufigkeit der Windrichtungen im Oktober, November und Dezember
Abb.3. Häufigkeitsverteilung der Temperatur in Gedelitz von Oktober bis Dezember
Abb. 4. Temperatur in Gedelitz im Oktober, November und Dezember.
Abb. 5. Niederschlagshäufigkeit bezogen auf den Zeitraum eines Tages vom 1. Okt. bis 31. Dez. 2001. C. Strassentransporte schwach- und mittelaktiver Abfälle Strassentransporte von schwach- und mittelaktiven Abfällen zu und von dem Abfalllager in Gorleben finden in der Öffentlichkeit im Gegensatz zu CASTOR Transporten keine Beachtung. Auch von diesen Transporten geht eine nicht unbedeutende Belastung durch ionisierende Strahlung aus (s. Tabelle 1). Die Fachgruppe Radioaktivität hat eine Methode entwickelt, auch diese Transporte zu registrieren. Obgleich die Entwicklungsarbeit noch nicht abgeschlossen ist, liegen erste Ergebnisse vor. Im 3- Sekundentakt wird die Strahlungsintensität durchgehend gemessen. Wird eine Intensität registriert, die die natürliche übersteigt, werden die Messdaten von zwei Minuten vor dem Ereignis (Reihe 1 und 2 in Abbildung 1) und zwei Minuten danach (Reihe 4 und 5 in Abbildung 1) auf einem PC gespeichert.
Abb. 1. Registrierte Dosisleistung der Gamma Strahlung eines Strassentransportes von radioaktiven Abfall am 05.12.2001. Die Entfernung des Detektors von der Strasse beträgt ca. 7 Meter. Die Reihen 1 und 2 sowie 4 und 5 geben die Intensität der natürlichen Strahlung wieder. Tabelle 1: Diese Tabelle gibt die registrierten Strassentransporte radioaktiver Abfälle im November und Dezember 2001 wieder. Das Verhältnis der maximale Dosisleistung ( DT ) zur Dosisleistung der natürlichen Umgebungsstrahlung ( DN ) ist in Spalte 2 aufgeführt.
Im günstigsten Fall kann davon ausgegangen werden, dass die Strahlungsintensität linear mit dem Abstand vom Fahrzeug abnimmt. Die Verhältnisse in Tabelle 1. sind für einen Abstand von zwei bzw. einem Meter Abstand mindestens mit dem Faktor 3,5 bzw. 7 zu multiplizieren. |
Bearbeitet am: 10.02.2002/ad