Atomenergie - FAQ

Fragen zur Technik


Was ist radioaktive Strahlung?

Radioaktive Strahlung entsteht beim radioaktiven Zerfall von instabilen Atomkernen. Je nach Atomkern werden dabei Alphastrahlen (Heliumkerne), Betastrahlen (schnelle Elektronen), Gammastrahlung (kurzwellige Röntgenstrahlen) oder Neutronenstrahlen aus dem Atomkern geschleudert. Durch die Abgabe des Energieüberschusses wandelt sich der Atomkern entweder in eine stabile, nicht mehr radioaktive Form um, oder zerfällt in einen anderen, wiederum radioaktiven Stoff (Zerfallskette).
Die Dauer dieses Zerfallsprozesses ist sehr unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Isotop ab. Gemessen wird die Halbwertzeit, in der genau die Hälfte einer Menge von Atomen zerfällt.
Uran 236 hat mit 24 Mio. Jahren die längste Halbwertzeit eines künstlichen Elementes.
Die ausgesendeten Strahlungsarten sind unterschiedlich stark durchdringend und geben ihre Bewegungsenergie teilweise oder ganz ab, wenn sie anderen Materialien begegnen. Durch die hohe Energie der Strahlung können z.B. biologische Gewebe zerstört oder zu Folgereaktionen angeregt werden.
Jeder radioaktive Stoff sendet solche unsichtbaren Strahlen aus.
 


© 1999 Institut zur Förderung von Akzeptanzproblemen in der Atompolitik.

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