natur
Nr. 3 März 1985
Die Unendliche Geschichte
Atomare Endlager müssen 100 000
Jahre sicher sein. Bis heute gibt es keine Lösung, wie das Wissen über die todbringenden
Deponien durch Raum und Zeit weitergetragen werden kann. Die einen wollen
"Atompriester" einsetzen, die anderen zur Warnung "Strahlenkatzen"
züchten. Realpolltik als phantastische Geschichte.
Von Jürgen Schreiber
| Als Held eines
Zukunftsromanes wäre Ministerialdirektor Dr. Hans-Peter Bochmann eine glatte
Fehlbesetzung. Für ein Science-fictionStück ist allein schon die Kulisse seines Büros
im Bonner Innenministerium zu bieder. Sitzt der Abteilungsleiter dort unter dem Gemälde
einer preußischen Landschaft, wirkt die Vorstellung absurd, in seinem Amt seien 1000
Jahre wie ein Tag. Es ist aber so. Dienstlich ist Dr. Bochmann für die Endlagerung von Atommüll zuständig. Todbringenden Abfall aus Kernkraftwerken wenigstens für lockere hundert Jahrhunderte von der Menschheit fernzuhalten, ist sein Geschäft. "RS" wie Reaktorsicherheit heißt in der durchrationalierten Sprache der Macht kurz das Metier. Es trifft sich gut, den Juristen in
Zimmer 125 gegen Zweifel schutzgeimpft zu finden wie andere Leute gegen Grippe. Vom
"atomaren Entsorgungspfad" spricht der Politische Beamte wie von einem eher
romantischen Ausflug ins Grüne. Es sei seine ehrliche Überzeugung: Endgelagert in 800
Meter tiefen Bergwerkstollen Niedersachsens, dort in der Tiefe des Raumes durch technische
und geologische Barrieren abgeschottet, sei Die für Endlagerungsfragen zuständige PhysikalischTechnische Bundesanstalt Braunschweig (PTB) teilt lapidar mit, die Isolierungszeit sei "größenordnungsmäßig" mit 100 000 Jahren abgesteckt. Diese Kunde von Irgendwo scheint als fürsorgliche Beruhigung gemeint. Mit zähem Optimismus blendet Ministerialdirektor Bochmann aus, was die allgemeine Kulturgeschichte erzählt: Weder eine staatliche noch eine kulturelle Institution hielt bisher auch nur 10 000 Jährchen oder 300 Generationen - nicht mehr als ein erdgeschichtlicher Augenblick. Entsorgen die Atomstrategen unser aller Zukunft nicht sowieso durch einen falschen Knopfdruck, muß Bochmann für einen wesentlich längeren Zeitraum künftige Erdenbewohner warnend über die fatale Erbschaft informieren. jedes Mißverständnis wäre tödlich. Zeit-Geschichte. Abteilungsleiter Bochmann ist 50 Jahre alt. Bei Eröffnung der geplanten Endlager Konrad (1989) und Gorleben (nach 1995) dürfte er noch seines Amtes walten. Würde er sich jetzt von seiner grünen Sitzecke erheben und mit Raketentempo 40 000 km/h zum Nachbarstern Alpha Centauri düsen, wäre er 100 000 Jahre unterwegs. Das klingt aberwitzig, ist aber der Zeitraum der Sicherungsverwahrung von Atomschiet. Bochmann bleibt jedoch ruhig sitzen und erklärt überzeugt, das Endlagersystem sei selbst im ungünstigsten Fall sicher!
Bricht aus Bonn. Die "Sicherheitskriterien für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in einem Bergwerk" sind auf himmelblauem Papier gedruckt. Demnach werden die hochgiftigen Müllkippen nach einer Betriebszeit von 50 Jahren "mit der Verfüllung der Schächte" abgeschlossen. Kontroll- und Überwachungsprogramme sind - laut Ziffer 10.1 - "entbehrlich". Die Daten, die Charakterisierung der Abfälle sowie die wesentlichen Maßnahmen seien zu dokumentieren. Die Papiere, heißt es weiter, seien räumlich getrennt geschützt aufzubewahren. Originalton: "Die Kenntnis über die Lage des Standortes ist durch die Dokumentation ausreichend zu sichern." Abschweifung. Diese Paragraphen behandeln abgebrannte Brennstäbe archivarisch wie Braunkohle. Das Verfahren dafür regelt das Bergrecht. Aufschlußreich an der Methode ist der psychologisch verräterische Poltikerwunsch, Atommüllager zu Orten der kollektiven Verdrängung zu machen; Deckel drauf, Gras darüber wachsen lassen. Verdrängung speist sich aus Angst. Für die Kommunikation mit künftigen Jahrtausenden scheidet diese Flaschenpost nach Bürokraten-Art ganz bestimmt aus. Das meint jedenfalls der Zeichentheoretiker Professor Roland Posner, der sich speziell mit dieser atomaren Schwachstelle befaßt. Der Wissenschaftler ist sogar überzeugt, die Menschheit verfüge bis heute weder über die technischen noch über die sozialen Voraussetzungen zur Lösung dieses Informationsproblems. Gewiß sei dagegen, nur erkennbar an sie adressierte Mitteilungen könnten intelligente Wesen später einmal vom Eindringen in die strahlenden Bergwerke abhalten. Buchhaltung. Die Atornmüllhalde wächst mit jedem
Tag. 1983 lagerten 32 000 Kubikmeter radioaktive Abfälle in der Bundesrepublik. Die
amtliche "Endlagerbedarfsplanung" rechnet für die nächsten 50 Jahre mit 1,6
Millionen Kubikmeter verseuchtem Abfall. Weiter müssen allein in Amerika nur aus
kommerzieller Nutzung über 100 000 Tonnen hochaktive Feststoffe sowie weitere 400 000
Kubikmeter Flüssigabfälle "entsorgt" werden. Vom Rest der Welt ganz zu
schweigen. Ausgrabung im Steinbruch der Geschichte. Ein Blick auf das
imposante Behistun-Relief. Es stammt aus dem Jahre 520 vor Christi und berichtet von den Nacherzählung. Das Märchen vom "süßen Brei". Es wäre einmal ein armes frommes Mädchen gewesen, das mit seiner Mutter allein gelebt hätte. Sie hätten nichts zu essen gehabt. Im Walde wäre das Kind eines Tages einer alten Frau begegnet. Die hätte ihm ein Töpfchen geschenkt, zu dem es sagen sollte: "Töpfchen, koche!" Das hätte dann süßen Hirsebrei gekocht. Als das Mädchen einmal ausgegangen wäre, hätte die Mutter gesagt: "Töpfchen, koche!" Da hätte es gekocht. Dann hätte sie gewünscht, das Töpfchen solle wieder aufhören. Aber sie hätte das Schlüsselwort nicht gewußt. Also kochte es immerfort... Das Märchen der Gebrüder Grimm trifft auch den Atomkern. Die Zauberlehrlinge werden die Geister, die sie riefen, nicht mehr los. Obwohl seit 40 Jahren Atommüll anfällt, existiert noch kein funktionierendes Endlager für hochradioaktives Material. Wie könnte es auch, wo die sogenannte Realpolitik bei diesem Punkt in eine wirklich phantastische Geschichte umkippt und eine amerikanische Studie dabei sogar von Stoffen ausgeht, "die mit Sicherheit 240 000 Jahre tödlich wirken können"! An dieser Stelle einer handfesten Science- fiction-Story einmal rückwärts gebückt, herrschte am Endlager Gorleben vor 240000 Jahren die SaaleEiszeit. Die ältesten archäologischen Funde überhaupt datieren in Niedersachsen aus diesem Komplex. Exakt hegen sie nur 200 000 Jahre zurück.
Theoretisches. Kommunikation ist ein Prozeß, der mittels Zeichen eine Beziehung zwischen Gegenständen und Menschen sowie unter Menschen herstellt. Die Lehre von den Zeichen ist die Semiotik. Bringt ein Mensch Signale (Schreie, Piktogramme) mit einem Objekt (einer Gefahr) in Verbindung, interpretiert er Zeichen. Aber nur die Kenntnis des Zeichens macht es wirksam. Praktisches. Ohne Ministerialdirektor Bochmann nahetreten zu wollen, packen wir das Problem Atommüll handfest an seiner Krawatte an. Die ist braun und durchaus gefällig. Weiß der Träger dieses Schlipses, wem er das Zierstück verdankt? Wir ersparen ihm die Frage, indem wir gleich antworten. Unter dem französischen König Ludwig XIV. führten kroatische Söldner geknotete Halstücher ein, die "cravate". Später wurde "Krowatt" gleichgesetzt mit ungebärdigen Menschen. Was Bochmanns modischer Binder mit gefährlichen Kernbrennstäben zu tun hat? Eine ganze Menge. Das Beispiel zeigt, wie sich innerhalb von nur 300 Jahren die ursprüngliche Bedeutung eines optischen Zeichens vollkommen verlor. Statt Temperament und Verwegenheit signalisiert die Krawatte jetzt die Botschaft biederer Konvention. Wer heute die richtige Spur sucht, findet sie gerade noch in Nachschlagewerken. Das setzt Neugier voraus. Wer soll dann im zwölfhundertsten Jahrhundert unser hochspezialisiertes Zeichen der Zeit für "Radioaktivität" richtig deuten? Verunsicherung. Eine solche Botschaft ist selbst im entfernten Futur nicht auszumalen. Eine Regierungskommission, die sich mit der Lösung dieser Kommunikationsfrage befaßt, gibt es aber trotzdem nicht. Selbst die Anti-Atom-Bewegung übersah bisher, welch schwaches Glied der sogenannten "Entsorgungskette" (Amtsjargon) die Nachrichtenübermittlung an ein unbekanntes, fernes Publikum darstellt. Nur in den USA spielte eine vom Energieministerium 1980 eingesetzte Expertengruppe ("Human Interference Task Force") Möglichkeiten zur Verhinderung des Eindringens von Menschen in Atommüll-Endlager" durch. Demgegenüber ist die bürokratische Archivierung a la Bonn kein ernstzunehmender Beitrag zu dem unbewältigten Kapitel, wie künftige Erdenbewohner dauerhaft über die im Boden lauernden Restrisiken aufgeklärt werden können. Dabei ist es ein dringendes moralisches Gebot, biologische Nachkommen verläßlich über die tickenden Zeitbomben zu unterrichten. Da Ministerialdirektor Bochmann in untertägigen Atomdeponien keine besondere Gefahr sieht, findet er oberirdisch auch kein Inforrnationsdefizit. Er halte das, mit Verlaub, "für etwas überspitzt". Nachhilfestunde. Wir treffen Professor Martin Krampen an der Hochschule in Ulm. Auf den Gängen des Fachbereichs Anthropologie sind - passend zu der unendlichen Atomgeschichte - Kopien von Menschenschädeln der Frühzeit ausgestellt. "Homo erectus (aufrechter Mensch), Fundort Kenia", steht an dem einen Schaukasten. Bekanntlich erscheint der heutige Mensch (Homo sapiens) erst in der Altsteinzeit. Mithin führt sein Auftauchen lediglich etwa 40 000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Zuversichtlich nach vorne gedacht, reduziert sich in dieser halben Ewigkeit die Radioaktivität von Plutonium 239 auf ein Drittel. Auch diese tödliche Materie wird im Gorlebener Salz eingeschlossen. Martin Krampen ist Spezialist für Visuelle Kommunikation. Dem Zeichentheoretiker ist kein Beispiel für die Übermittlung einer Botschaft auch nur über 10 000 Jahre hinweg bekannt. Die französischen Höhlenbüder aus dem Älteren Paläoäthikum verstünde auch keiner. Er hält es für undenkbar, es könnte ein Zeichen entwickelt werden, dessen Bedeutung "von menschlichen Rezipienten" über einen solchen Zeitraum verstanden würde. Im übrigen: Wenn Hören und Sehen nicht vergehen, dann bestimmt die Sprache, da der heutige Wortschatz nach wissenschaftlicher Erkenntnis binnen 8000 Jahren vollständig verschwindet...
Aus dem Bonner Wörtersee. "Entsorgung" ist eine besonders raffinierte Sprechblase des Großen Bruders. Der Begriff tut, als vernichte er alle atomaren Sorgen. Im Gegenteil potenziert er sie, weshalb der Schriftsteller Nicolas Born "Entsorgung" einmal eine "Halluzination", eine Sinnestäuschung, nannte. Weil weltweit ungelöst, ist das Problem radioaktiven Mülls ja gerade nicht entsorgt! Das Wort selbst ist ein gutes Beispiel für raschen Bedeutungswandel. Stand "Entsorgung" vor dem Atomzeitalter für etwas Harmloses, steht es künftig für etwas absolut Tödliches. Semiotisch gesprochen deckt die frühere Bedeutung dieses sprachlichen Zeichens die Wirklichkeit schon heute nicht mehr ab. Und in 100 Jahren? Verwirrspiele. Für ein erkenntnistheoretisches
Modell nehmen wir die Bonner Atompolitiik Zukunftmusik. Was die Wissenschaft bis jetzt an atomaren Warnungen für die nächsten Jahrtausende formuliert, erinnert verdächtig an Methoden, die schon in früheren Jahrhunderten nicht funktionierten. Besonders gilt das für den gespenstischen Vorschlag, den der amerikanische Semiotiker Thomas A. Sebeok im Regierungsauftrag für die schöne neue Welt entwickelte. Der Professor will das Wissen über atomare Lagerplätze ausschließlich einer "Atompriesterschaft" anvertrauen. Diese "Nuklearbarone" sollten sich - Kardinälen gleich - selbst ergänzen. Als erwählte Kaste wäre diese
Gruppierung mit geballtem Herrschaftswissen ausgestattet. Die Kenntnisse über atomare
Gefahrenherde würden durch Gespenstisches. Diesen "Atompriestern" steht die unwissende Mehrheit gegenüber. Sie wird bei diesem autoritären Denkmodell durch kontinuierlich vermittelte Mythen, Rituale ("jährlich erneuert") und überdeutliche Symbolik, kurzum: Höllenangst und Schauermärchen, von den lebensgefährlichen Tatorten ferngehalten. Verankert in der Folklore, wäre laut Sebeok letztlich Aberglaube, gleichsam der Fluch des Fortschritts, das Motiv, bestimmte Gebiete auf Dauer als Tabu-Zonen zu meiden. Das wären die verseuchten Endlager. Exkurs über die Neugier. TabuBezirke sind in der Völkerkunde
bekanntes Terrain. Wo ein solcher Mythos einmal Bagger, Bohrer oder Schatzsucher
aufgehalten hätte, ist unbekannt. Horror-Picture-Show. Geisterbeschwörung als Mittel zur Bewältigung des Atomproblems taucht in der aktuellen Literatur dennoch auffallend häufig auf. Auch in der apokalyptischen Vision, die die französischen Autoren Bastide/Fabbri für 10 000 Jahre Zukunft entwickeln. Es müßten Tiere gezüchtet werden, sagen sie, die auf Radioaktivität mit Hautverfärbungen reagieren. Eine "Strahlenkatze", sozusagen ein atomarer Minenhund, müsse als lebendes Warnzeichen her. Dieser vierbeinige Detektor solle dann ebenfalls über Generationen in Sprichwörtern, Märchen und Mythen besungen und verewigt werden. Eingebettet in solche kulturelle Überlieferung, das ist die fixe Idee, würde die "Strahlenkatze" warnend im kollektiven Gedächtnis haften bleiben.
Bemerkungen über Katzen. Ihnen wohnt nach allgemeinem Volksglauben etwas Unheimliches und Dämonisches inne. Allgemein wird gesagt, eine schwarze Katze bringe Unglück. Eine weiße Katze indes, auch eine mit weißen Pfötchen, kündige Glück an. Damit ist geklärt, daß Mythen in sich widersprüchlich sein können. Zur Weitergabe überlebenswichtiger Warnungen scheidet das Mysterientheater dann doch wohl aus. Andererseits: "Wer über die Märchen lacht, war nie in Not" (Alexander Kluge). Futuristisches. Was neben allen kulturellen Unwägbarkeiten Berichte für die Unendlichkeit erschwert, liegt in der Natur der Sache. Atomdeponien sind einerseits angeblich sicher - andererseits mit Sicherheit tödlich. Diesen scheinbaren Widerspruch muß jede Nachricht an die Zukunft zeichenhaft enthalten. Der phantastische Autor Stanislaw Lern schlägt dazu sogenannte "Informationspflanzen" vor, die nur in der Nähe von Endlagern wachsen. Als Träger einer Botschaft sollen diese "Atomblumen" über Art und Gefahr des betreffenden Areals informieren. Noch weiter als die genetische Manipulation von Tieren und Pflanzen geht der auch schon diskutierte Vorschlag, die warnende Botschaft in lebendes Trägermaterial einzubetten, das den Kode durch Vererbung weitergibt. Überhaupt könnten, so eine weitere Gruselvariante, neue Sinnesorgane entwickelt werden, die auf Radioaktivität geeicht sind. Noch jemand ohne eingebauten Geigerzähler? Außerirdisches. Gegenüber diesen Vorstellungen hört sich nachgerade gemütlich an, ist von künstlichen Monden die Rede, auf denen Datenbanken mit Material über die Endlager stationiert werden sollen. Eine andere Variante sieht Erdsatelliten vor, die mit Sonnenenergie gespeist für alle Ewigkeit auf Ort und Gefährlichkeit der Atombergwerke hinweisen. Fragezeichen. Vollends auf den Boden kehren Planspiele zurück, die geometrisch geformte Erdwälle oder - wie kunstsinnig ein Museum für Kernkraft auf den Atommüllplätzen vorsehen. Diese optischen Grobmarkierungen sollen jedwelchen Lebewesen und Ausgräbern signalisieren, hier sei schon etwas von Menschen Gemachtes. Variationen auf dieses Thema gehen bis zum - geschichtsbekannten Bau von gigantischen Pyramiden oder ganzen Feldern mit haushohen Obelisken, die in Dokumentenkammern detaillierte Informationen bergen. Alles in allem erinnert diese Bunkerarchitektur der Atom-Moderne verdächtig an die Bauten im englischen Stonehenge. Die dortigen Monumente aus Stein sind 4500 Jahre jung. Was diese Zeichen aus der Bronzezeit bedeuten, weiß heute auch niemand genau. Erkenntnis und Interesse. Die Hieroglyphen-Treppe der MayaStadt
Copán zählt 63 Stufen von zehn Meter Breite. In dieses Monument sind mehr als 2500
piktographische Botschaften eingemeißelt. Bisher konnte davon nur die Datums-Glyphe
entschlüsselt werden. Die hochentwickelte Maya- Kultur hielt immerhin 3700 Jahre. Wer vor
strahlenden Atomerbschaften warnt, muß wesentlich länger verständlich bleiben. Die
entsprechende Zauberformel gibt es nirgendwo. Professor Posner urteilt in der lesenswerten
Zeitschrift für Semiotik: "Die detaillierte Beschreibung einer Institution zur
Betreuung der Atommülllager über die Jahrtausende Zeichen-Lehre. Epimetheus ist der Bruder des
Prometheus. Von Pandora war er einfach hingerissen. Deshalb öffnete er allen Warnungen
zum Trotz auch den Deckel des Gefäßes, das sie in ihren Armen hielt. Seitdem ist die
Büchse der Pandora ungesichert. Damit kann das Übel in alle Welt entweichen. Was den
Menschen bleibt, ist nur noch Hoffnung.
Literatur zum Thema: |
Bearbeitet am:117.09.1999 /ad