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Betrachtet man den gesamten Salzstock, so sieht man auf der anderen Elbseite den Rudower See genau über dem Salzstock. Hier wurden größere Bereiche des Salstockes ausgelaugt und sind anschließend eingestürzt. Zwar umhüllt Salz die Behälter und leitet die Wärme ab, die Gasbildung durch Strahlung und Wärme ist jedoch problematisch. Wegsamkeiten können entstehen. Nach den ursprünglichen Vorstellungen der Befürworter sei die Biosphäre durch ein Mehrbarrierensystem geschützt: Der Behälter, die Verfüllung und der Schachtverschluss als Barriere, das Salz und das Deckgebirge als geologische Barriere. Nach den neueren Konzepten wollen die Betreiber auf den schützenden Pollux-Behälter verzichten . Die GNS macht Versuche, die Kokillen und neue Brennstab-Kokillen direkt in Bohrlöcher zu versenken. Daher verbleiben von dem früheren Mehrbarrieresystem nur noch das Salz und der Schachtverschluss als Barriere. Nach dem bisherigen Kenntnisstand müssen Sicherheitsabstände zu den zerklüfteten, wärme- empfindlichen Salzschichten und dem Hauptanhydrit eingehalten werden (siehe Abbildung). Allein dadurch kann die ursprünglich geplante Aufnahme von 50.000 t Schwermetall auf Bruchteile dieser Kapazität absinken. Es ist bekannt, dass Salz in Kontakt mit stark Wärme entwickelndem radioaktivem Müll reagiert. Es spaltet sich in Natrium und Chlor auf. Prof. Den Hartog, Universität Groningen, fand bereits vor Jahren heraus, dass es zu chemischen Rückreaktionen bis hin zu einer Kette von Explosionen im unmittelbaren Bereich der Abfälle kommen kann. Die Niederlande haben deshalb schon in den Neunziger Jahren von Endlagerplänen in Salz Abstand genommen. Gerhard Förster Literatur:
Die Sicherheitsabstände zu den zerklüfteten, wärme empfindlichen
Salzschichten und dem Hauptanhydrit müssen eingehalten werden.
Quelle: GBR, 2008 |
Bearbeitet am: 12.08.2008/ad