Mit der Ankunft eines
Transportes aus dem Los Alamos National Laboratory hat am 26. März 1999 als weltweit
erstes unterirdisches Endlager für transuranische, langlebige radioaktive Abfälle die
Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) in der Wüste des US- Bundesstaates New Mexico den
Betrieb auf genommen- Das dort vorhandene
geschichtete massive Salz ist in 655 m Tiefe für die Aufnahme von leicht kontaminierten
Abfällen aus der Atomwaffenproduktion und -forschung bestimmt.
Am 26. März erreichte der erste
Transport mit radioaktiven Abfällen das Endlager in Carlsbad.
Die Anlage 40 km östlich von Carlsbad, bereits seit Jahren betrielbsbereit, war am 13.
Mai 1998 von der US-Umweltbehörde EPA genehmigt worden. Sie wurde von 1980 bis 1989
gebaut und hat bisher rund 3,5 Mrd. DM gekostet. Am 6. April erreichte der zweite
Transport die WIPP. Die Betreiber rechnen damit, daß in den nächsten vier Monaten
durchschnittlich jede Woche eine weitere Ladung ankommt. Bisher sind entsprechende
Abfälle an 20 Stellen in den USA oberirdisch zwischengelagert.
Ursprünglich sollte der erste Transport bereits am 19. Juni 1998 durchgeführt werden.
Nach längeren gerichtlichen und politischen Auseinandersetzungen mit Umweltgruppen und
betroffenen Bundesstaatsbehörden, in denen es vor allem um die Frage ging, ob die
Abfälle neben radiotoxischen auch chemotoxische Stoffe enthalten dürfen, konnte dann am
Abend des 25. März 1999 in Los Alamos (New Mexico) der erste Transport starten - mit
ausschließlich radioaktiv belasteten Abfällen. Mit der bundesstaatlichen Genehmigung zur
Endlagerung auch sog. gemischter Abfälle rechnen die Betreiber für den Herbst 1999.
Ein Endlager für hochradioaktive Abfälle planen die Vereinigten Staaten in Yucca
Mountain im Bundesstaat Nevada. Das dortige Felsgestein wird derzeit auf seine Eignung als
Endlager untersucht.
beu
|