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Nr.1 Januar 1999
VEW Energie:
Zwischenlager für KKW
Emsland
Anmerkung der Castor-Nix-Da
Redaktion:
Die Gruppe Ökologie hat zu
diesem Thema Stellung genommen!
Auf dem Gelände des Kernkraftwerks Emsland bei Lingen soll ein Zwischenlager errichtet werden, das alle verbrauchten Brennelemente bis zum Betriebsende der Anlage und bis zum endgültigen Abtransport in ein Endlager aufnehmen kann. Wie die Dortmunder VEW Energie AG am 25. November 1998 mitteilte, soll in Kürze das atomrechtliche Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.
Schon seit längerem gebe es entsprechende Überlegungen, um die Zahl der Transporte auf ein Minimum zu reduzieren, erklärte VEW Energie. Die jetzige Bauentscheidung werde "auch durch die Koalitionsvereinbarung zwischen den Regierungsparteien gestützt, nach der Nukleartransporte durch den Bau kraftwerksnaher Zwischenlager so weit wie möglich eingeschränkt werden sollen'- Bei dem geplanten Lager handelt es sich um eine ca. 20 m hohe Betonhalle mit einer Grundfläche von ca. 100 m mal 30 m. Ein solches Zwischenlager, wie es der
Koalitionsvertrag grundsätzlich für jeden Kernenergie-Standort vorsieht, gibt es bisher
nur im Kernkraftwerk Obrigheim, dem nach einem fast sechsjährigen atomrechtlichen
Genehmigungsverfahren am 26. Oktober 1998 vom baden-würrtembergischen
Wirtschaftsministerium die entsprechende Betriebsgenehmigung erteilt wurde. Die
Kernkraftwerk Obrigheim GmbH sieht damit "entscheidende Voraussetzungen für einen
langfristigen Betrieb unter den derzeitigen politischen Vorzeichen erfüllt'. Eine
vorzeitige Stillegung der Anlage wäre "reine politische Willkür und eine durch
nichts zu rechtfertigende Arbeitsplatzvernichtung", heißt es in einer
Pressemitteilung des Unternehmens, dessen größter Anteilseigner die EnBW Energie
Baden-Württemberg ist. |
Bearbeitet am: 04.01.1999/ad