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Nr. 6/2004

ATOMENDLAGER

Schweizer Gorleben?

Der Bau eines Atomendlagers im schweizerischen Benken nahe der deutschen Grenze wird immer wahrscheinlicher. Vergangene Woche zog das Darmstädter Öko-Institut eine kritische Standortstudie wegen "Mängeln" zurück.

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Die Forscher hatten im Auftrag der Schweizer Bürgerinitiative "Bedenken" den geplanten Standort untersucht; dabei seien allerdings wesentliche geowissenschaftliche Gutachten der privatwirtschaftlichen Entsorgungsgenossenschaft Nagra "nicht ausreichend ausgewertet' worden, räumt das Institut nun ein. Schon ein Zwischenergebnis der Darmstädter Atomexperten über das Schweizer Gorleben fiel nicht im Sinne der Auftraggeber aus: Es gebe "keine offensichtlichen Gründe" dafür, dass der Standort in einer Tonschicht von 4oo bis 900 Meter Tiefe ungeeignet sei.

Das Öko-Institut zahlt jetzt das Honorar von 30 000 Franken an die AntiAtom-Initiative zurück. Der Schweizer Bundesrat Will 2006 über den Standort entscheiden. Baden-Württembergs Umweltminister Ulrich Müller (CDU) hat bereits ein Mitspracherecht gefordert: Ein derart grenznahes Endlager müsse er "so betrachten, als wäre es bei uns".

Bearbeitet am: 27.02.2004/ad


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