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vom 03.11.2003

ATOM - ENDLAGER

Kompetenz im Salz

Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) will in Gorleben ein unterirdisches Atom-Endlager voranbringen. In einem Brief an Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) fordert Sander, das derzeit stillgelegte Erkundungsbergwerk "kurzfristig als Untertage-Labor für nationale und internationale Endlager-Forschungsarbeiten" zu öffnen.

Damit soll in dem umstrittenen Salzstock an der Elbe ein "Kompetenzzentrum für Endlagerfragen" entstehen, das "in der Region ansässigen Hoch- schulinstituten und Spezialunternehmen" zusätzliche Arbeitsplätze verschaffen würde. Der Bundesumweltminister kritisiert den Vorstoß aus Hannover, da damit das seit dem Jahr 2000 im Rahmen des Energiekonsenses vereinbarte "Moratorium beim Bau eines Endlagers unterlaufen" werde. Derzeit prüft eine Exper- ten-Kommission der Bundesregierung weitere Standorte für einen sicheren Einschluss hochaktiver Nuklearabfälle. In der kommen- den Woche werden 12 Castoren mit aufgearbeitetem Atommull aus Frankreich in das bereits bestehende oberirdische Zwischenlager in Gorleben gebracht.

SCHACHT 1
Endteufe: 933m;
Material-
Personenbeförderung
SCHACHT 2
Endteufe: 840m; Abluftregelung,
Notausgang

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Im Erkundungsbereich 1 sind bisher 7 Kilometer Strecke mit einem Hohlraum von
234 000 Kubikmeter ausgehoben. Bei den Werkstätten und Lagerräumen ist Platz für ein "Kompetenzzentrum Endlager".

Bearbeitet am: 12.01.2004/ad


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