Einströmendes
Salzwasser im bundesweit ältesten Atommüll-Endlager "Asse" bei Wolfenbüttel
weckt erneut Zweifel an der Eignung von Salzstöcken für die Lagerung von Abfall aus
Kernkraftwerken. Das stillgelegte Salzbergwerk "Asse" wurde bis 1978 als
Versuchs-Endlager für 126 25o Fässer schwach- und mittelradioaktiven Abfall betrieben.
Nach einem Bericht des niedersächsischen Umweltministeriums

Fässer mit radioaktivem Abfall im
Salzbergwerk "Asse"
verzeichnen die Betreiber, das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, seit
Jahren steigende Laugenzuflüsse in den Salzstollen. Inzwischen sickern täglich über 10'
000 Liter ein. Die Salzlauge, so das Gutachten, bedrohe langfristig Sicherheit und
Stabilität des Salzstollens. GSF-Experten versuchen nun herauszufinden, woher der
unterirdische Laugenstrom stammt und wie schnell er zu den Atomabfällen vordringt. Das
Leck in "Asse" dürfte auch die Diskussion um den Salzstock Gorleben wieder
entfachen. Dort soll hochradioaktiver Müll gelagert werden.
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