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Erster Ärger für Jürgen Trittin
PreussenElektra drängt auf Fortsetzung der Atomtransporte

Bereits vor Beginn der Energiekonsensgespräche in Bonn steht der rot-grünen Bundesregierung Ärger mit der  Stromwirtschaft ins Haus. Grund: Der Energiekonzern
PreussenElektra drängt darauf, die nach der Nuklearbehälteraffäre im Mai gestoppten Atomtransporte rasch wieder aufzunehmen - damit kommt auf den grünen Umweltminister Jürgen Trittin eine heikle Entscheidung zu.

Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der aktuellen Ausgabe schreibt, will schon Mitte November PreussenElektra im niedersächsischen Umweltministerium, der Landes-Atomaufsicht, vorstellig werden. Das letzte Wort zur Wiederaufnahme der Castor-Transporte wird Trittin sprechen müssen.

Vor allem beim Atommeiler Stade steht Betreiber PreussenElektra unter Druck: Ohne Castor-Transport kann der norddeutsche Reaktor nach dem bevorstehenden Brennelementewechsel im Frühjahr nicht wieder angefahren werden; die werkeigene Kapazität für verbrauchte Brennstäbe ist dann erschöpft. Ex-Umweltministerin Angela Merkel hatte die Nukleartransporte lediglich so lange formlos gestoppt, bis Verstrahlungen an den Transportbehältern ausgeschlossen werden können. Nach Ansicht der Stromwirtschaft sind Behälterkontaminationen mit Hilfe eines Plastikschutzhemdes, das den Castoren beim Beladen übergestreift wird, vermeidbar.

Bearbeitet am: 09.11.1998/ad


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