
Pressemitteilung vom 18.05.2010
Atommüll: Droht die behälterlose Lagerung?Im Umweltausschusses des Landtags stand das Thema Gorleben am (heutigen) Montag gleich
zweimal auf der Tagesordnung. Zum einen wurde über das weitere Vorgehen der
Landesregierung beim "Erkundungs"-Bergwerk Gorleben informiert, zum anderen
stand auf Antrag der Grünen die Unterrichtung bezüglich der Planungen der Gesellschaft
für Nuklearservice (GNS), eine neue Verpackungshalle bauen zu wollen, zur Debatte.
Letzterer Punkt wurde allerdings gegen die Stimmen von Grünen und Linken wegen
Zeitmangels abgesetzt. Neben diesem Aspekt wurde auch in verschiedenen Grafiken bestätigt, dass die Erkundungsarbeiten überhaupt nicht im ursprünglich dafür vorgesehenen Bereich durchgeführt wurden, sondern nördlich davon. "Der ursprünglich vorgesehene Abstand zum Rand des Salzstocks von 650m ist jetzt schon auf 150m reduziert worden," so die Grüne. "Und der Abstand zum Anhydritvorkommen, das potenziell wasserführend ist, wird vernachlässigt." Zur Revision der Sicherheitsanforderungen für die Lagerung von hochradioaktivem Atommüll, die behördenintern in einem Bund-Länder-Ausschuss fertiggestellt werden, äußerte der Vertreter des Umweltministeriums, dass diese dem Parlament nach Fertigstellung bekannt gegeben werden sollen. "Hier wird im stillen Kämmerlein eine Frage, die zehntausend Generationen betrifft, verhandelt und das Parlament und damit die Öffentlichkeit soll danach nur noch zur Kenntnis nehmen. Diese Intransparenz ist unverschämt," so Staudte. Miriam Staudte |
Bearbeitet am: 18.05.2010/ad