
Pressemitteilung vom 13.04.2010
Gorleben nasser als die Asse?Nach den neusten Enthüllungen von Greenpeace ist der Salzstock Gorleben als ein Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll nach Auffassung der Grünen endgültig gestorben. Die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte aus dem Wahlkreis Lüneburg/Lüchow-Dannenberg erklärt: "Stimmt, es gibt Unterschiede zwischen der Asse und Gorleben: Gorleben ist anscheinend nasser als die Asse." Die Umweltschutzorganisation hatte in den Gorleben-Akten, die ihr aufgrund des Umweltinformationsgesetzes von verschiedensten Bundes- und Landesbehörden zur Verfügung gestellt werden mussten, einen Briefwechsel zwischen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus den 90er-Jahren gefunden, der offenbart, dass im Salzstock Gorleben ein Laugenvorkommen mit bis zu einer Million Kubikmetern Volumen entdeckt wurde. "Zum Vergleich: Täglich fließen 12 Kubikmeter Lauge in die Asse. Eine Million ist die Menge, die in 228 Jahren bei gleichbleibendem, täglichen Zufluß in die Asse laufen würden, " so die Grüne. Damit sei die Ungeeignetheit des Salzstocks erneut bestätigt. "Gorleben wird absaufen- es ist nur eine Frage der Zeit," warnt die Abgeordnete. "Die damaligen Verantwortlichen haben diese Erkenntnisse bewußt zurück gehalten. Wir verlangen Aufklärung," fordert Staudte. "Wer nun noch behauptet, dass in Gorleben ergebnisoffen erkundet werde, ist ein Lügner," so die Abgeordnete. "Gorleben ist tot- toter geht es nicht mehr. Der Standort muss sofort aufgegeben werden," fordert die Grüne.
Miriam Staudte |
Bearbeitet am: 13.04.2010/ad