Pressemitteilung der

Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

vom 02.09.2007

Erfolgreicher Auftakt der Endlager-Herbstaktionen:

Tausende demonstrierten und feierten am Wochenende in Gorleben

Zum Auftakt der Herbstaktionen der Atommüll-Endlager-Standorte demonstrierten am Samstag rund 1200 Menschen zu den Gorlebener Atomanlagen.

 

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Foto: Udo Dettman mit dem Redebeitrag auf der Demo

Im Rahmen der Kundgebung erläuterte der Informatiker Udo Dettmann  aus Wolfenbüttel die Erfahrungen, die mit den
Atommüll-(End)-Lagern ASSE II (Wolfenbüttel) und Morsleben (bei
Helmstedt) in den letzten 40 Jahren gemacht wurden und kam zu dem
Schluss: "Die katastrophalen Erfahrungen aus Asse II und Morsleben
müssen Konsequenzen für den weiteren Umgang mit der Atomenergie haben.
Wer diese Erfahrungen ernst nimmt, kommt nicht um die Erkenntnis herum,
dass eine weitere Produktion von Atommüll nicht zu verantworten ist".

 

Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg forderte Die
Vorsitzende Kerstin Rudek in einem Redebeitrag: "Hört endlich auf,
Atommüll zu produzieren, ihr könnt mit dem vorhandenen schon nicht
umgehen! Wir brauchen keine weiteren Experimente, die bewusst die
Kontamination der Umgebung und der Bevölkerung einplanen! Gorleben muss
endgültig vom Tisch!"

Von Freitag bis Sonntag fanden rund um Gorleben viele weiterer
Veranstaltungen statt, u.a. mit Gästen aus Japan und Rußland. Bis in die
frühen Morgenstunden wurde am Samstag mit einem bunten Kulturangebot ein
Alt und Jung zusammenführendes "Generationenfest" gefeiert. Symbolisch
gab die mittlerweile 83jährige Marianne Fritzen den "Staffelstab" an
eine 16jährige Schülerin weiter. "Wir sind beeindruckt", so Peter Dickel
von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, wie ernst in Gorleben gerade
auch junge Menschen das Problem des Atommülls nehmen."


Bei einer "Stromwechselparty" konnten sich Interessierte kompetent
beraten lassen, wie einfach und wichtig der Schritt weg vom Atomstrom
ist. Jan Becker vom Aktionsbündis Brunsbüttel dazu: "Über 50.000
Stromkunden haben allein in Hamburg in den vergangenen Monaten nach den
Störfällen in Brunsbüttel und Krümmel dem Betreiber Vattenfall die Rote
Karte gezeigt und ihre Stromverträge gekündigt". Jochen Stay ergänzte
als Vertreter der Initiative "ausgestrahlt": "Der Wechsel des
Stromanbieters ist nicht nur eine Angelegenheit des privaten
Öko-Gewissens, sondern auch ein politischer Akt der Verbraucher gegen
die Macht der großen Konzerne".



Die Endlagerstandorte kündigen für den Herbst weitere Demonstrationen
und Veranstaltungen an. Die nächste Demonstration findet am 13 Oktober
in Salzgitter statt.

Mehr Informationen zu den Standorten gibt es jetzt durch eine gemeinsame
Internet-Präsenz unter www.atommuell-endlager.de


Bearbeitet am: /ad


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