Eigenbericht der Castor-Nix-Da Reaktion
vom 01.11.2004
| Am Samstag, den 30.10.2004 hatte die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg
zu einer der üblichen Anti-Castor-Demonstrationen
im Vorfeld das Castor-Transportes (www.castor.de/nix9) aufgerufen. Das Motto diesmal hieß Schienen MOOVE. Entlang der Bahnstrecke von Harlingen nach Hitzacker auf der Strasse parallel zu den Gleisen, folgten die Demonstranten dem sogenannten MMKW (Mobilisierender Musik Kampf Wagen) (www.mmkw.de). Begleitet wurde diese Demonstrationszug von der Polizei mit Hundertschaft zu Fuß, Hunde- und Reiterstaffel.
Ohne jede Notwendigkeit ritt die Reiterstaffel oben auf dem Gleiskörper
und überquerte hierbei eine eingleisige Eisenbahnbrücke. Beidseitig der Schiene befindet
sich eine schmaler mit Eisenplatten belegter Fußweg und dann eine Eisengeländer.
Aber schon waren die beiden letzten Pferde ausgerutscht und stürzten zwischen Gleis und Geländer. Eines kam sofort wieder hoch das andere, der Schimmel blieb liegen, nachdem er zweimal vergeblich versucht hatte aufzuspringen.
Die Demonstranten reagierten empört, mit rufen wie: Tierquäler! Wenn ihr so
schon mit den Tieren umgeht, was macht ihr dann erst mit uns? Mit Hektik auf Seiten
der Polizei, wurden die Menschen genötigt weiter zu gehen. Nach Aussage eines Hufschmiedes, rutschen die Hufeisen mit Widia-Stollen auf den Metallplatten schlimmer als wäre es Eis. Diesen Sachverhalt kennt jeder Pferdebesitzer. Im Verlauf der Demonstration kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen, da die Reiter mitten in der Menge ritten, obwohl inzwischen bekannt sein dürfte, dass im Wendland solche Veranstaltungen friedlich sind. Erst ein scheuendes Pferd veranlasste die Reiter zu mehr Besonnenheit und sie gingen auf Distanz. Man muss diese Aufgebot an Polizei, Hunde- und Reiterstaffel als unangemessene, massive Machtprobe sehen und steht im völligen Gegensatz zu der Deeskalationspolitik der Polizei mit nach Lüchow-Dannenberg entsendeten Konfliktmanagern (siehe EJZ vom 29.10.2004). |
Bearbeitet am: 01.11.2004/ad