KA-News vom 27.10.2004
| Immer wieder rollen Castor-Transporte durch die Südpfalz (Foto: ka-news)
Hagenbach - Auf die Atomtransportstrecke zwischen den südpfälzischen Orten Hagenbach und
Neuburg ist ein Anschlag verübt worden. Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, bemerkten
Beamte des Bundesgrenzschutzes am vergangenen Samstag während einer Streifenfahrt
Manipulationen an einer Schiene. Einige Schrauben seien gelockert worden, weshalb die
Strecke nicht mehr befahrbar war. Zudem war bei der Polizei Wörth ein anonymer
telefonischer Hinweis eingegangen. Daraufhin nahmen die Beamten drei Tatverdächtige fest.
Nach Informationen des SWR sollen die Personen aus der Atomkraftgegnerszene stammen. Drei Tage vor Entdeckung der Beschädigungen war ein Castortransport auf der Strecke Richtung Frankreich gerollt. Die Bundesgrenzschutzbeamten hatten die gelockerten Schrauben am Samstag gegen 6.30 Uhr entdeckt. Fast zeitgleich war der anonyme Anruf in Wörth eingegangen. Der Anrufer warnte, dass die Strecke zwischen Wörth und Lauterbourg nicht mehr befahrbar sei. Nach Angaben der Bahn wurde die Strecke gesperrt und wieder in Stand gesetzt. Ein Unfall konnte verhindert werden. Die Tatverdächtigen haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sie befinden sich wieder auf freiem Fuß. Die Polizei ermittelt weiterhin wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. (kat) Meldung vom Mittwoch, 27. Oktober 2004 © ka-news 2004 |
Bearbeitet am: 27.10.2004/ad