Presseerklärung   
vom 13.11.2002

Ankettaktion in Leitstade am 13. November 02 wegen CASTOR-Transport!

Heute haben sich 2 Personen an den Gleisen festgekettet um mit dieser  symbolischen und gewaltfreien Aktion die Stillegung aller Atomanlagen zu fordern.  Diese Forderung schließt die Menschen ein die schon beim Uranabbau aus reiner  Profitgier der Uranmienenbetreiber geschädigt sind. Denn Uran ist der Anfang der  gesamten Atommüllspirale.

”Die Aktion vor dem Castor richtet sich nicht nur unmittelbar gegen die gefährliche  und unsinnige Atommüllverschieberei. Wir wollten hier vor allem eine Brücke  schlagen zum Beginn der radioaktiven Verseuchung bei der Gewinnung von Uran”,  so eine Aktivistin.

Die besondere Solidarität der AktivistInnen gilt deshalb den UreinwohnerInnen von  Jabiluca in Australien sowie allen weiteren Opfern des Uranabbaus. Uran ist das  zentrale Element des gesamten Atomprogramms. Der Abbau und die Aufbereitung  von Uran zieht weltweit Umweltzerstörung und die Mißachtung von Grund- und  Menschenrechten nach sich. Radioaktive und giftige Stoffe werden vom Wind über die Felder und die Seen  getragen. Damit wird die Lebensgrundlage der Menschen dort zerstört.  Landvertreibungen und die Unterdrückung von UreinwohnerInnen sind in Uran- Abbaugebieten an der Tagesordnung.

Jetzt steht das Problem der fortgesetzten Atomkraftnutzung in Form des Castor- Zuges im Wendland direkt vor aller Augen. Auch hier sind die Menschen und die  Umwelt durch radioaktive Strahlung bedroht. Grundrechte wie  Versammlungsfreiheit und Meinungsäußerung werden erneut radikal beschnitten,  um die privaten Interessen der Atomindustrie durchzusetzen. ”In Jabiluca rollt der Zug los der heute hier steht. Seine Fracht kann nicht nur uns  und unsere Lebensgrundlage zerstören, sondern auch unsere Grund- und  Menschenrechte außer Kraft setzen. Die Atomkraft als saubere Energie zu  bezeichnen ist geradezu zynisch, wenn man die gesamte Kette der Versuchung  betrachtet: Uranabbau, Urananreicherung, Atomkraftwerke, Wiederaufbereitung und  das hier sichtbare Müllproblem müssen gemeinsam betrachtet werden”, fordert  eine Aktivistin.

Die Angeketteten haben sich intensiv auf dies Aktion vorbereitet und auf einen  längeren Aufenthalt unter dem Zug eingerichtet um eine Gefährdung von ihrer Seite  aus auszuschließen.

Spektakuläre Aktionen wie diese wird es immer wieder geben, solange nicht die  Umweltzerstörung gestoppt ist, die beim Uranabbau beginnt und bei der  Endlagerung von Atommüll noch immer nicht endet. Damit verbunden ist die  Forderung nach dem Erhalt weltweiter Grund- und Menschenrechte, die für ein  friedliches miteinander der Menschen unverzichtbar sind.

Zum Kontakt vor Ort rufen Sie bitte Nummer:  0162-8256989 Oder: 0173-1859266

Bearbeitet am: 12.11.2002/ad


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