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vom 20.01.1999

Plutoniumtransport im Wasser
CDU-Atomkraftgegner verweisen auf neue Erkenntnisse

Lüchow. Unterirdisch gelagertes radioaktives Material kann sich über das Grundwasser ausbreiten. Das Ausmaß radioaktiver Wanderungen durch das Grundwasser sei bislang unterschätzt worden. So wertet der Bundesverband der Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) einen Bericht in der britischen Fachzeitschrift "Nature".
Radioaktives Material wird vielfach nach wie unterirdisch gelagert . Bisher ging man davon aus, daß Plutonium dort verbleibt, wo es angeblich entsorgt wird. Plutonium löste
sich nach bisheriger Meinung sehr schlecht in Wasser.

Wie der CDAK-Bundesvorsitzende Detlef Chrzonsz und das Vorstandsmitglied aus
dem Wendland, Ingrid Gierloswskie vor kurzem in Lüchow mitteilten, werde Plutonium
doch im Wasser transportiert.

Das berichten Wissenschaftler vom kalifornischen Lawrence-Livermore-Nationallabor. Sie weisen darauf hin, daß Plutonium nicht konstant unter der Erdoberfläche verweilt, sondern über beachtliche Entfernungen transportiert werden kann. Die Forscher belegen,
weshalb Plutonium trotz seiner schwachen Löslichkeit vom Grundwasser fortgetragen werden kann. Das radioaktive Element heftet sich auch an Teilchen im Wasser. Und im Grundwasser finden sich sehr fein verteilte Substanzen, deren Durchmesser weniger als ein Tausendstel Millimeter beträgt. Gleich dem Plutonium lösen auch sie sich nicht, sondern schwimmen darin als Staubpartikel: "Wie ein trojanisches Pferd befördern diese radioaktives Material von der Lagerstätte weg", schließt die CDAK.

Bearbeitet am: 20.01.1999 /ad


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