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vom 06.02.2011

"Auch Gorleben ist nicht unumkehrbar"

Gorleben (bvo). Hans-Heinrich Sander (FDP) verblüfft: Wie die Bürgerinitiative Umweltschutz mitteilt, setzt sich der niedersächsische Umweltminister im Gespräch mit der Nagra (Nationale Genossenschaft für Lagerung radioaktiver Abfälle) für die Revision des deutschen Endlagerkonzepts ein. Er plädiert für die Option der Rückholbarkeit des Nuklearmülls nach der Endlagerung.

Im neuesten Info-Blatt der Nagra (Nr. 34/Januar 2011) lobt er das Vorgehen der Schweiz bei der Endlagersuche, die bekanntlich auf den Vergleich verschiedener Wirtsgesteine setzt. Der FDP-Politiker wörtlich: "Ich bin davon überzeugt. dass dieser Weg gut und richtig ist." Vor allem hätte ihn bei seinem Besuch im Herbst 2011 das Schweizer Vorgehen angesprochen "weil die Entscheidungsprozesse in der Schweiz auch umkehrbar sind." Darüberhinaus lobt er die Transparenz des Verfahrens.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) mahnt nun an, dass Hans-Heinrich Sander sich für eine solches vergleichende Verfahren auchin Deutschland stark macht. Ein BI-Sprecher: "Auch Gorleben ist nicht unumkehrbar, so wenig wie Wackersdorf und Kalkar unumkehrbar waren. Die festgefahrene Debatte um die Atommüllentsorgung kann Fahrt aufnehmen. wenn auf Gorleben verzichtet und die Produktion von Atommüll gestoppt wird. Den Widerspruch. dass er hier im Lande, voll auf CDU/FDP-Linie, einzig auf Gorleben setzt, der Schweiz aber Komplimente macht, kann nur er allein aufklären."

Bearbeitet am: 06.02.2011/tv


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