generalbild.jpg (3899 Byte)
vom 04.05.2008

Von Wackersdorf nach Gorleben:
20 Jahre Kreuzweg für die Schöpfung

Gorleben (bvo). Ein besonderes Jubiläum können Atomkraftgegener dieser Tage feiern: „20 Jahre Kreuzweg für die Schöpfung - von Wackersdorf nach Gorleben"
1988 ging es zu Fuß quer durch die Republik - das Kreuz - von Wackersdorf nach Gorleben.

Es waren viele aktive Gruppen mit rund 6.000 Menschen bundesweit an dieser Aktion beteiligt.

Das etwa vier Meter große Holzkreuz war damals wie ein Staffelstab, von der Baustelle der im bayerischen Wackersdorf geplanten Atomaren Wiederaufbereitungsanlage, über viele atomare Stationen bis zum wendländischen Standort eines möglichen atomaren Endlagers getragen worden.

Für die über 1.200 km im Zickzackkurs wurden 33 Tage benötigt und die Ankunft in Gorleben war Pfingsten, wo seitdem jeden Sonntag das Gorlebener Gebet stattfindet. Vorwiegend christliche Gruppen, aber auch Umweltverbände und Bürgerinitiativen haben jeweils eine Wegstrecke organisiert und mit Veranstaltungen begleitet.

0504c.jpg (8614 Byte)

Der Gottesdienst und das Wiedersehensfest werden von Marianne Fritzen, Evelyn Steudel und Dieter Schaarschmidt organisiert. Auch wer vor 20 Jahren noch nicht dabei war, ist herzlich zu dieser denkwürdigen Veranstaltung eingeladen.
Auch am AKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurth kam der „Kreuzweg für die Hoffnung vor 20 Jahren vorbei. Foto: D. Schaarschmidt

Jetzt, nach 20 Jahren, laden einige der damaligen Organisatoren zu einem Wiedersehenstreffen an den Gorlebener Kreuzen und in das Gashaus Wiese in Gedelitz ein.

Termin ist Pfingstsonntag, der 11. Mai 2008 um 14.00 Uhr
„Für alle Kreuzwegfreunde von nah und fern organisieren wir im Anschluss ein schönes Wiedersehensfest mit Kaffee und Kuchen im Gasthaus Wiese in Gedelitz", berichtet Dieter Schaarschmidt: „Außerdem zeigen wir dort über die Pfingsttage eine Fotoausstellung über den Kreuzweg und das Gorlebener Gebet."

Wer noch Erlebnisse, Ideen, Filme, Fotos etc. beitragen möchte, ist herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Es ist genügend Zeitraum für spontane Ideen und Erlebnisbeiträge.

Wie aus der Kreuzweg-Dokumentation zu erfahren ist, war nach dem damaligen Zeitplan vorgesehen im Jahre 2008 erst-. mals Atommüll in das „Atomare
Endlager Gorleben" einzulagern. Doch nicht nur diese Pläne wurden durchkreuzt, denn kurze Zeit nach dem„ Kreuzweg für die Schöpfung" wurde das Projekt der atomaren Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf gestoppt und eingestellt. So gibt es viel zu erzählen und zu feiern, denn viele Mitstreiter haben sich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen.

Bearbeitet am: 04.05.2008/ad


zurück zur Homepage