
vom 14.09.2001
Vor Bedrohungspotenzial von AKW gewarnt
| sa FREIBURG, 13. September. Fanatische Terroristen
könnten ganze Regionen auslöschen. Mit dieser Warnung weisen die badisch-elsässischen
Bürgerinitiativen gegen den Atommeiler Fessenheim auf das Bedrohungspotenzial von
Nuklearanlagen hin. Eine Studie von 1977 habe bereits gezeigt, dass fanatisierte
Selbstmordgruppen mit konventionellen Mitteln wie zivilen Fliegern AKW zerstören und so
durch eine gigantische Strahlung ganze Landstriche auslöschen könnten. Allein die
Ankündigung solcher Terrorakte mache Nationen durch kleinste Gruppen erpressbar, heißt
es in einer Erklärung. Als zynisch erweise sich nach 24 Jahren die seinerzeitige Stellungnahme des Verteidigungsministeriums: "Wenn es auch wenig wahrscheinlich ist, dass ein möglicher Aggressor Kernkraftwerke als militärisch vorrangige Ziele betrachtet, so muss man doch davon ausgehen, dass es möglich ist, Kernkraftwerke so zu zerstören, dass der Austritt radioaktiven Materials nicht zu verhindern ist . . . Eine solche Zerstörung eines Kernkraftwerks hätte jedoch für die militärische Führung keinen entscheidenden Einfluss auf die Auftragserfüllung, da die Streitkräfte in Ausbildung und Ausstattung ohnehin auf Bewegungen in verstrahlten Gebieten eingestellt sind." Copyright © |
Bearbeitet am: 14.09.2001/ad