Elbe-Jeetzel-Zeitung - Zeitungskopf

EJZ vom 21.1.1997 Seite 1


Annäherung zwischen Niedersachsen, Bund und Ländern

Teilung der Castor-Kosten

dpa/lni Hannover. Beim Streit um die Kosten für die Sicherung der Atommülltransporte ins Zwischenlager Gorleben scheint eine Einigung möglich. "Es gibt Signale dafür, daß Bund und Länder bereit sind, einen wesentlichen Teil der Kosten zu übernehmen", sagte Innenminister Gerhard Glogowski (SPD) gestern in Hannover. Denkbar sei, daß künftig die Kosten für den Begleitschutz der Atommülltransporte in sogenannten Castor-Behältern nach dem "Königsteiner Schlüssel" unter den Ländern verteilt werden. Niedersachsen müßte dann für knapp zehn Prozent der Länderausgaben aufkommen. Außerdem solle auch der Bund einen Teil der Aufwendungen tragen.

Diese angestrebten Regelungen greifen allerdings noch nicht für den nächsten Atommülltransport in sechs Castor-Behältern, der laut bisherigen internen Planungen zwischen dem 3. und dem 7. März in Gorleben ankommen soll. Der Staatssekretär im Innenministerium, Claus Henning Schapper, schlägt Bund und Ländern vor, in diesem Fall für den Einsatz eigener Beamter in anderen Bundesländern kein Geld zu verlangen.


Bearbeitet am: 26.1.96 (Jobname: 0121S1)