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vom 28.03.2011

Schulterschluss gegen Gorleben-Dialog

Initiativen stimmen sich ab — Info-Veranstaltung am Dienstag

dm Gorleben. Der „Schulterschluss" fast aller atomkritschen Gruppen in Lüchow-Dannenberg und prominenter hiesiger Atomkraftgegner geht zurück auf den Besuch von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) im Dezember des vorigen Jahres in Gorleben. Der „Schulterschluss" bezieht sich darauf, dass fast alle diese Gruppen und Einzelpersonen eine klare gemeinsame Haltung haben: Sie wollen nicht am sogenannten Dialog-Verfahren zum Gorlebener Endlagerprojekt teilnehmen. Zudem will man sich ständig über ein gemeinsames Vorgehen bei diesem Thema abstimmen. Dieses Bekenntnis gilt nach Angaben von Wolf-Rüdiger Marunde von der Bäuerlichen Notgemeinschaft für alle Gruppen und Einzelpersonen des Schulterschlusses, die im Übrigen unabhängig bleiben wollen.

Erstmals präsentierten sich diese Gorleben-Gegner als Gruppe „Schulterschluss" bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nach der Röttgen-Visite Anfang Dezember 2010. Dabei machten sie ebenso wie beim zweiten Besuch des Bundesumweltministers während einer Kreistagssitzung im Februar klar, dass sie nur zu Gesprächen bereit sind, wenn das Gorleben-Verfahren beendet und die Suche nach einer möglichst sicheren Lagerung von hochradioaktiven Abfällen neu gestartet wird. „Wir wollen keinen regionalen Scheindialog, sondern eine nationale Atommülldebatte", betont Wolf-Rüdiger Marunde. Eine Forderung, die seiner Meinung nach durch die Geschehnisse in Fukushima dramatische Aktualität bekommen hat.

Nun hat die Gruppe „Schulterschluss", deren Sprecherin Asta von Oppen von der Rechtshilfe Gorleben ist, für Dienstag, den 29. März, eine Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion über die Atommülldebatte in Deutschland vorbereitet, die um 19.30 Uhr im Ratskeller in Lüchow beginnt. Dazu eingeladen haben die Gorleben-Gegner auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesmweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU). Sie hatte einzelne Gruppen und Personen, die den „Schulterschluss" bilden, zum Gorleben-Dialog eingeladen. Die hiesigen Atomkraftgegner haben sich jedoch abgesprochen, dass sie keine Einzelgespräche zu diesem Thema mit dem Umweltministerium führen wollen.

Den „Schulterschluss" bildennach Angaben von Wolf-Rüdiger Marunde die Fraktionen von SPD, FPD, UWG, GLW und Grünen sowie die Gruppe X als Ganzes im Kreistag, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, die Bäuerliche Notgemeinschaft, die Rechtshilfe Gorleben, die Familie von Bernstorff, die BUND-und NABU-Kreisverbände, die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, die Landtagsabgeordneten Miriam Staudte (Grüne), Andrea Schröder-Ehlers (SPD) und Kurt Herzog (Linke), die Linken-Bundestagsabgeordnete Johanna Voß, die Grünen-Europaparlamentarierin Rebecca Harms sowie Mathias Edler von Greenpeace und Trebels Gemeinde-Bürgermeister Wolfgang Wiegreffe . In ständigem Kontakt sei der „Schulterschluss" zudem mit der Kirchengemeinde Gartow.

Bearbeitet am: 28.03.2011/ad


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