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vom 16.03.2011

Staudte, Herzog und Pols zu Fukushima und den Folgen

Ir Lüchow. Als „ungenügend und nicht konsequent" bezeichnet die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) die Ankündigung, die sieben ältesten Atommeiler für drei Monate abzuschalten und die Laufzeitverlängerung für den selben Zeitraum auszusetzen. „Wir benötigen den Strom nicht, also dürfen wir auch kein unnötiges Risiko mehr in Kauf nehmen. Die abgeschalteten Meiler und Krümmel müssen endgültig stillgelegt werden." Nicht nur in Deutschland entstehe ein neues Bewusstsein, was die Frage des "Restrisikos" angeht. Fukushima lehre, dass man sich bei Atomkraft nicht auf Statistik verlassen kann das mögliche Schadensausmaß sei so gigantisch, „dass wir in Zukunft andere Maßstäbe ansetzen müssen", sagte Staudte. Menschliches Versagen, terroristische Angriffe oder Naturkatastrophen sind niemals und in keinem Land der Erde zu 100 % auszuschließen. Deutschland müsse ein Vorreiter sein und den Atomausstieg so schnell wie möglich forcieren.

Kurt Herzog, Landtagsabgeordneter der Linken, hat Ministerpräsident David McAllister (CDU) aufgefordert, Bundeskanzlerin Angela Merkel klarzumachen, „dass die Menschen in Niedersachsen die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke wollen". Alle Reaktoren müssten unverzüglich und vor allem unumkehrbar abgeschaltet werden, sagte Herzog und erinnerte, dass McAllister eine absolute Sicherheit für alle Atomkraftwerke gefordert habe. Auch in der Endlager-Philosophie müsse es ein komplettes Umdenken geben. Eine sichere Einlagerung über eine Million Jahre könne im Gorlebener Salzstock niemals gewährleistet werden. „Die Debatte um die Lagerung von Atommüll muss bei Null begonnen werden", so Herzog.

Eckhard Pols, der CDU-Bundestagsabgeordnete, „hat großes Verständnis für Menschen , die große Bedenken gegenüber der Kernkrafttechnologie haben. Sicherheit ist nicht verhandelbar", sagte er. Angesichts der Ereignisse in Japan stelle sich für alle Kernkraftwerke in Deutschland die Frage, ob diese noch in ihren Sicherheitsvorkehrungen bei einem Ausfall der Kühlsysteme dem neusten Stand von Wissenschaft und Technik genügten. Sollte dies nicht der Fall sein, so müssten entsprechende Konsequenzen gezogen werden, sagte der CDU-Politiker.

Bearbeitet am: 16.03.2011/ad


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