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vom 30.10.2010

"Scheinöffnung"

Bäuerliche Notgemeinschaft kritisiert CDU

rg Gorleben. Mit der Ankündigung, sich für die Untersuchung alternativer Standorte für ein Atommüll-Endlager einzusetzen, stößt die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock bei der Bäuerlichen Notgemeinschaft auf Kritik. Es sei nur „auf den ersten Blick" eine Öffnung der CDU-Frau in Richtung vergleichender Standortsuche, so der Sprecher der Bäuerlichen Notgemeinschaft, Wolf-Rüdiger Marunde. Auf den zweiten Blick falle jedoch auf, dass Bertholdes-Sandrock nichts darüber sage, was ihrer Ansicht nach Eignung oder Nichteignung eines Standortes bedeute.

„Die Kriterien dafür sind vom Umweltministerium immer wiederüberarbeitet und aufgeweicht worden", so Marunde. Die Benennung oder Untersuchung alternativer Standorte würde daher keine Sicherheit bringen, solange die Ergebnisse der Untersuchungen nicht nach „festgelegten, international anerkannten wissenschaftlichen Kriterien" ausgewertet und verglichen würden.

Wenn die Forderung der CDU-Abgeordneten „mehr sein soll als eine taktische Scheinöffnung", sagt Marunde, dann müsste sich Bertholdes- Sandrock „zumindest an die Seite der Kirchen stellen" . Die würden „eine fachlich fundierte, gesellschaftlich akzeptable und nach Atomrecht geregelte Lösung" der Endlager-Frage fordern.

Bearbeitet am: 30.10.2010/ad


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