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vom 04.11.2010

Castor-Transport: Erstmals wird der neue HAW 28 M eingelagert

gel Gorleben. Die Behälter 92 bis 102 mit hochradioaktivem Atommüll werden in der nächsten Woche im atomaren Zwischenlager Gorleben eingelagert. Es handelt sich um den insgesamt zwölften Castor-Transport nach Gorleben - der erste rollte 1995. Der hochradioaktive Atommüll in Gorleben besteht vorwiegend aus im Ausland wiederaufgearbeiteten Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken. Eingelagert sind übrigens nicht nur Castor-Behälter, sondern auch andere Fabrikate. So ist der aktuelle Transport mit zehn Castor-Behältern vom Typ HAW 28 M und einem Behälter vom Typ TN 85, einem französischen Modell, bestückt.

Insgesamt sind noch sechs Transporte mit hochradioaktivem Atommüll aus den ausländischen Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) in Gorleben zu erwarten. Das bedeutet: noch 43 Behälter. Der aktuelle und ein weiterer Transport 2011 kommen aus der französischen WAA La Hague - jeweils bestückt mit elf Behältern. Die Planungen der Atomindustrie sehen vor, dass danach zwischen 2014 und 2017 vier Transporte mit insgesamt 21 Behältern aus der britischen WAA Sellafield erfolgen.

2009 hatte es eine Transportpause gegeben, weil es Probleme bei der Genehmigung des neuen deutschen Behälters HAW 28 M gegeben hatte. Deswegen kam die vorerst letzte Lieferung 2008 mit elf französischen Behältern der Marke TN 85. Die Zwischenlager-Betreiberin GNS (Gesellschaft für Nuklearservice) sagt zu den Gorleben-Lieferungen: „Dabei spielt die derzeitige Diskussion über die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke keine Rolle. Unabhängig wie lange diese noch laufen, wird kein Behälter mit HAWKokillen mehr oder weniger in unser Zwischenlager kommen."

Bearbeitet am: 04.11.2010/ad


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