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vom 22.12.2010

Wie viel Gas gibt es im Salzstock?

BfS-Präsident Wolfram König fordert eine schnelle Untersuchung in Gorleben

Von Monika Wendel

Gorleben. Für Wolfram König ist es eine zentrale Frage: Wie viel Gas existiert im Salzstock Gorleben?

Sollten kritische Mengen gefunden werden, könne das zum Ausschlusskriterium für den geplanten AtommüllendlagerStandort werden, betont der Präsident des Bundesamtes fürStrahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Der Salzstock wird wieder auf seine Eignung als Atommüllendlager untersucht. Daher will König „mit hoher Dringlichkeit" klären lassen, wie viel Gas dort existiert, berichtet die Zeitschrift „stern".

Die Gasvorkommen seien eine wichtige zu klärende Frage für die spätere Sicherheitsbewertung von Gorleben, betont auch ein Sprecher des Strahlenschutz-Amtes. „Die Thematik der Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen in Gorleben ist nicht neu."

Beim Besuch von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Gorleben Anfang Dezember hatte BfS-Präsident König bereits berichtet, dass Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen Sorgen machten. Wenn diese großflächig vorhanden seien, könnte das ein Ausschluss-Kriterium sein, hatte er gesagt. Greenpeace und andere Atomgegner warnen wegen der Gasvorkommen bereits seit Längerem vor einem Endlager in Gorleben. Unter Verweis auf bisher weitgehend unbeachtete Bohrberichte aus den 80er-Jahren hieß es, dass von mehr als 200 Grad heißen Atommüllbehältern die Gefahr von Explosionen und Wassereinbrüchen ausgehen könnte.

Bearbeitet am: 22.12.2010/ad


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