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vom 06.09.2008

Merkel besteht auf Gorleben

Kanzlerin spricht sich gegen eine Suche nach Alternativen aus

dpa Berlin. Nach dem AsseSkandal flammt in der Großen Koalition in Berlin der Streit über das in Gorleben geplante Atommüll-Endlager auf.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich offen für Gorleben als einziges Endlager für hoch radioaktiven Atommüll aus Kernkraftwerken aus. Sie stellte sich damit erstmals offen gegen die Forderung des Koalitionspartners SPD, bundesweit nach alternativen Standorten zu suchen. Für die Erkundung Gorlebens seien bisher schon Milliarden und Abermilliarden ausgegeben worden, sagte sie. „Ich habe keine Lust, weitere Milliarden auszugeben."

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will dagegen die Erkundung Gorlebens weiter aussetzen. Er hatte die Unions-Regierungen von Bayern und Baden-Württemberg mehrfach vergeblich aufgefordert, _auch in ihren Ländern eine Standortsuche zuzulassen. Hier käme anders als beim Salzstock Gorleben Granitgestein infrage.

Zur Sicherung der Zukunft des maroden Lagers Asse kündigte Gabriel eine Entscheidung bis Ende des Jahres an. Im Oktober werde ein Gutachten zur Sicherheit vorliegen, das wesentliche technische Fragen klären solle, sagte er. Vor allem komme es darauf an, ob der Bergwerkstollen mit Hilfe technischer Baumaßnahmen über 2015 hinaus gesichert werden könne. Dies sei „Voraussetzung dafür, dass der Atommüll aus dem Schacht geborgen werden kann", so Gabriel. Möglicherweise würden die 126 000 Fässer aber auch in dem Stollen verbleiben.

Bearbeitet am: 06.09.2008/ad


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