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vom 10.11.2008

»Nicht freiwillig»

Sitzblockade am Zwischenlager dauert an

gel Gorleben. Kalt ist es geworden. Und es hat angefangen zu regnen.

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Bild: Unter Planen hatten sich die Sitzblo-ckierer am Zwischenlager Gorleben verkrochen, als es gestern zu regnen anfing. Aufn.: J. Feuerriegel

Die Protestler ziehen sich gestern Mittag unter eine Plane zurück. »Freiwillig werden wir nicht gehen», sagt Julian Bank trotzig. Zusammen mit über 200 anderen Atomkraftgegnern blockiert der Student aus Oxford seit Sonnabend die Einfahrt zum Zwischenlager in Gorleben. Gestern Abend wächst die Gruppe sogar auf mehrere hundert Menschen an, heißt es vor Ort. Ein Hüttendorf entsteht.

Alle wissen, dass die Polizei sie irgendwann von der Straße tragen wird. Bis dahin wolle man aber »gewaltfrei und entschlossen» blockieren und »ein deutliches Zeichen gegen Atomkraft setzen», sagt Julian Bank. Nach der Demo am Sonnabend war die Initiative »X-tausendmal quer» einfach geblieben, als die anderen gingen. Als »Überraschungseffekt», erklärt Julian Bank.

Denn eigentlich war die Blockade eher auf der Ortsdurchfahrt in Gorleben erwartet. »Unser Ziel ist es, den Transport zu verzögern», macht der Student klar. Und egal, wie lange es noch dauert: »Es sind alle entschlossen, hierzubleiben». Zivilen Ungehorsam wollen sie leisten, bis die Polizei einschreitet. Dann werde man sich wegtragen lassen, denn: »Wir wollen keine Eskalation mit der Polizei». Die sieht die Situation vor dem Zwischenlager erst einmal gelassen und will sie tolerieren, solange es dort nicht zu Straftaten kommt. Doch sollte der Straßentransport unmittelbar bevorstehen, wird die Polizei die Blockade wohl räumen.


Bearbeitet am: 10.11.2008/ad


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