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vom 03.11.2007

Gabriel ärgert sich über Süd-Länder

Keine Kooperation bei Endlagersuche

nt/lni Gorleben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisiert in der Streitrage der Endlagerung hochradioaktiven Atommülls die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg scharf.

Es sei unglaubwürdig, dass die unionsgeführten Länder für Atomkraft stünden, sich aber gegen eine Endlagersuche sperrten, sagte Gabriel bei seinem gestrigen Besuch im Erkundungsbergwerk Gorleben. Der dortige Salzstock ist als Endlager in der Diskussion. Gabriel will aber auch andere Standorte und Gesteinsarten prüfen lassen, die in den südlichen Bundesländern liegen. In Gorleben dürfe nicht nach dem Motto „Augen zu und durch" ein Endlager entstehen, so Gabriel.

Anfang 2008 sollen die Anforderungen an eine Lagerstätte veröffentlicht werden, die der Arbeitskreis Endlager zur Zeit erarbeitet. Es könne auch nicht im Interesse der Gorleben-Befürworter sein, dass ein Gericht den Standort wieder aufhebt, weil keine vergleichende Standortsuche stattgefunden hat, sagte Gabriel.

Er kündigte für den Herbst kommenden Jahres eine Anhörung von Wissenschaftlern zur Eignung verschiedener sogenannter Wirtsgesteine als Endlagerstätte an. Die Veranstaltung solle international besetzt sein, weil deutsche Experten bei dem Thema nicht mehr unvoreingenommen seien.

Bearbeitet am: 03.11.2007/ad


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