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vom 03.11.2007

Wovor Gabriel Angst hat

Minister im Kreisatomausschuss

gel Lüchow. Sein Vorschlag für eine alternative Standort-Suche nach einem Atommüll-Endlager sei keine Vorfestlegung auf Gorleben. Gorleben müsse sich vielmehr dem Vergleich mit anderen Standorten stellen.

Sollten dann nach einer untertägigen Erforschung zwei Standorte gleich gut sein, könnte die Entscheidung für Gorleben fallen, weil dort bereits am meisten investiert wurde. Mit diesen Worten warb Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gestern im Kreisatomausschuss für seinen Vorstoß bei der Endlager-Suche. Gabriel versuchte den gut gefüllten Gildehaus-Saal von der Redlichkeit seines Angebots mit diesem Argument zu überzeugen: Die CDU unterstelle ihm ein »Gorleben-Verhinderungsangebot», der Atomwiderstand dagegen ein »Gorleben-Festlegungspapier».

Gabriel sieht sich mit seinem Vorschlag auf einem Mittelweg. Auf dem er auch bereit sei, Kompromisse einzugehen. So sei der Vorschlag, das 2010 sowieso endende Moratorium in Gorleben aufzuheben, ein Angebot, um die CDU aus der Reserve zu locken. Das gleiche gelte auch für den Vorschlag aus CDU-Reihen, in Gorleben ein Forschungslabor einzurichten. Dazu wäre er bereit, wenn sich denn CDU/CSU in der Frage bewegten. »Ich will zurück auf Los», sagte der SPD-Politiker. Doch dafür müsse es eine politische Mehrheit geben. Sollte sich in Deutschland kein geeignetes Endlager finden lassen, gäbe es womöglich mit weniger Sicherheitskriterien eine internationale Lösung. Und »davor habe ich Angst», sagte der Minister.

Bearbeitet am: 03.11.2007/ad


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