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vom 19.04.2007

Gorleben ist für CDU der Favorit

Glos will sofortige Wiederaufnahme der Erkundung

dpa Berlin. Die Fronten im Streit über die Endlagerung von Atommüll sind in der Großen Koalition verhärtet. Das Bundeswirtschaftsministerium forderte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, den 2000 verhängten Erforschungsstopp für den Salzstock Gorleben aufzuheben. Die Erkundung müsse unverzüglich weitergehen.

Die Union favorisiert Gorleben, während Gabriel die Suche nach alternativen Standorten für erforderlich hält, weil für Gorleben kein Langzeit-Sicherheitsnachweis bestehe. Ein Endlager für hoch radioaktiven Müll soll bis 2030 betriebsbereit sein. Jetzt legte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Auftrag von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eine Studie über die Eignung bestimmter Gesteinsformationen für die Endlagerung vor. Dabei waren verschiedene Regionen mit Tongestein untersucht, jedoch keine konkreten Standorte benannt worden. Im Vergleich mit Kristallin- und Tongesteinen dränge sich Steinsalz - wie es in Gorleben vorkommt - für die Endlagerung auf, hieß es im Wirtschaftsministerium.

Zudem verfüge Niedersachsen über die meisten potenziell geeigneten Lagerregionen, auch wenn diese Erkenntnis nicht den politischen Wunschvorstellungen einer bundesweit gerecht verteilten Lagerung des Atommülls entspreche.

Bearbeitet am: 19.04.2007/ad


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