jg Dannenberg. Wie soll ich denn morgen zur Arbeit kommen, wenn die Bundesstraße wieder abgesperrt ist?" Ein Räumfahrzeug der Polizei hat mir mit den Reifen die Hofeinfahrt umgepflügt!" Lässt die Polizei den Schulbus durch?" Das sind nur drei Beispiele von Fragen und Beschwerden, mit denen sich Helfred Westerweck seit 2001 immer dann auseinandersetzen musste, wenn Castoren-Transporte anrollten.
Der Beamte, Erster Hauptkommissar bei der Bundespolizei, war zusammen mit Kollegen in leer stehenden Läden und in einem Wohnwagen kurz vor, während und nach den Transporten in Dannenberg präsent, um als Konfliktmanager den Bürgerin nen und Bürgern beratend und helfend zur Seite zu stehen, wenn es Probleme in puncto Castor gab. Er war vielen schon ein vertrauter Ansprechpartner.
Die Präsenz vor weniger! Tagen war für Helfred Westerweck nicht nur der letzte Castor-Einsatz, sondern auch der letzte Dienst als Polizeibeamter; nach 41 Dienstjahren geht er nun in den Ruhestand. Ich habe in den vergangenen Jahren so viele Menschen unterschiedlichster Weltauffassung und Gesinnung kennen lernen dürfen", blickt der 61-Jährige gern auf seine Arbeit in Lüchow-Dannenberg zurück. Meine letzten aktiven Diensttage im Info-Mobil waren genau das Richtige", fasst er zusammen.
Seit 2001 habe er im Nordkreis viele hundert Kontakte geknüpft. Ich bin Menschen begegnet, habe Sorgen und Nöte vernommen und konnte in einigen Fällen auch helfen", beschreibt der Beamte sein Wirken in der Jeetzelstadt. Den Menschen, die sich im Widerstand quer stellen sowie allen Polizeibeamtinnen und -beamten wünsche ich Verständnis und Fairness auf beiden Seiten", betont Westerweck. Durch seine Einsätze hat er das hiesige Kreisgebiet schätzen gelernt. Dienstlich sage er den Menschen hier zwar Leben Sie wohl", aber: Privat werde ich auch weiterhin durch diese herrliche Landschaft radeln oder wandern und dem einen oder anderen zuwinken".