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vom 16.11.2006

»Kontroversen hinter uns lassen»

Bütikofer: Schulterschluss mit Widerstand

gel Gorleben. Zum bundesweiten Castor-Protest aufgerufen und an der Sitzblockade am Sonntag bei Splietau teilgenommen hat auch der Bundesvorsitzende der Bündnisgrünen, Reinhard Bütikofer. Zusammen mit der Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke und den hiesigen Kreisvorsitzenden Uwe Dietrich und Martina Lammers hat sich Bütikofer an dem Protest gegen den Transport beteiligt.

Die »vielfältigen und fantasievollen Aktionen» seien ein Zeichen dafür, dass der Widerstand lebendig sei und sich nicht unterkriegen lasse, sagte Bütikofer. Das sei besonders in einer Zeit wie jetzt wichtig, in der die Atomlobby den Atomkonsens in Frage stelle und Bundesumweltminister Gabriel (SPD) anbiete, das Moratorium für das Atom-müllendlager-Erkundungsbergwerk in Gorleben zu beenden. Zu den Spannungen zwischen Atomwiderstand und Grünen in der Vergangenheit meinte Bütikofer: »Es gab in der Vergangenheit manche Kontroverse zwischen wichtigen Teilen der Anti-Atom-Bewegung und uns Grünen. Die sollten wir hinter uns lassen. Denn es kommt offensichtlich darauf an, dass alle Atomgegner noch besser kooperieren, um der atompolitischen Gegenaufklärung deutlich zu machen, dass sie gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung nicht durchkommen wird.»

Als eine »Ansage zum Bruch der Koalition» interpretiert die Grünen-Kreisvorsitzende Martina Lammers das, was CDU-Bundestagsfraktionschef Kauder kürzlich in Adendorf erklärt hat: dass Gorleben als Endlager-Standort angeblich feststehe. Denn immerhin halte Bundes-umweltminister Gabriel nach eigenen Angaben an einer vergleichenden Endlager-Suche und dem Atomkonsens fest. Die hiesigen Bündnisgrünen stellen klar: »Für uns ist auch das Moratorium keine Verhandlungsmasse.»

In die kommunalen Parlamente wollen die Grünen nun Anträge zum Stromwechsel einbringen.

Bearbeitet am: 16.11.2006/ad


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