gel Pudripp. Nach einer Blockade im Zusammenhang mit Castor-Protesten am Freitagabend auf der Bundesstraße 191 in Pudripp hat die Polizei nach eigenen Angaben 36 Traktoren konfisziert. Es bestehe der Verdacht der Nötigung, teilt die Polizei mit.
Rechtsgrundlage für die Sicherstellung der Trecker sei das Niedersächsische Gefahrenabwehrgesetz. Die Polizei will die Trecker erst wieder rausrücken, wenn die Castoren das Zwischenlager in Gorleben er-reicht haben.
Über mehrere Stunden hatten Castor-Gegner mit ihren Traktoren die B191 auf der Kreuzung in Pudripp blockiert. Es sei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen, teilt die Polizei mit. Unter anderem hätten 60 Lkw an beiden Seiten der Blockade festgesteckt. Als die Treckerfahrer trotz Aufforderung der Polizei die Blockade nicht auflösten, räumte die Polizei eigenhändig und stellte die Fahrzeuge sicher. Gegen die Blockierer werden nun Ermittlungsverfahren we-gen des Verdachts der Nötigung eingeleitet. Unabhängig davon hätten vier Lkw-Fahrer Strafanzeigen gegen die Trecker-Fahrer erstattet. Castor-Polizeieinsatzleiter Friedrich Niehörster kommentiert diese Aktion mit den Worten: »Ich habe immer wieder betont, dass wir viel Langmut beweisen werden. Gleichzeitig habe ich aber auch gesagt, dass wir es nicht tolerieren, wenn Traktoren als Blockademittel eingesetzt werden. Ich hoffe, dass diese Sicherstellungen ein deutliches Signal für diejenigen sind, die ähnliche Nötigungshandlungen planen.»