dm Bahnhof Göhrde. Mit Musik und einem mehreren Kilometer langen Fußmarsch haben sich gestern Nachmittag rund 250 Atomkraftgegner beim Schienenmove von Bahnhof Göhrde zur Oldendorfer Brücke über die Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg für das bevorstehende Castor-Wochenende aufgewärmt und friedlich gegen den Atommülltransport nach Gorleben demonstriert. Der Move auf den Schienen fiel bei trüben Novemberwetter weitgehend aus, weil ein großes Polizeiaufgebot den Protestzug begleitete, in den sich nur ein Paar Traktoren und der so genannte Mobile Musikkampfwagen eingereiht hatten, von dem aus laute Musik die Demo begleitete. Sogar mehrere Reiterstaffeln waren im Einsatz, und in Eichdorf stand eine Handvoll Poli
Bild:Einer der Bahnübergänge bei Eichdorf war eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen Atomkraft gegner gestern Nachmittag beim Schienenmove von Bahnhof Göhrde zur Oldendorfer Brücke über die Bahnlinie auf die Gleise gelangten.
zeihundeführer mit ihren Tieren bereit. Die Bundesstraße 216 war bei Oldendorf wegen der Demonstration rund zwei Stunden lang gesperrt. Auf die Schienen gelangten mehrere Dutzend Castor-Gegner kurzzeitig zwischen Breese und Eichdorf, als der Demonstrationszug direkt an der Stelle vorbei führte, an der beim Castor-Transport 2005 ein Demonstrant nach Angaben der Atomkraftgegner schwerverletzt worden war. Die Polizeibeamten drängten die Demonstranten aber schnell von der Bahnlinie, auf der der Castoren-Transport nach Dannenberg rollen wird. Nach diesem Zwischenfall, bei dem es die einzige kleine Rangelei gab, gelangten keine Demonstranten mehr. -auf den Schienenstrang, außer auf den beiden Bahnübergangen bei Eichdorf, die der Protestzug überquerte. Einige Atomkraftgegner stoppten kurz auf den Schienen, doch die Polizei blieb ruhig. Die Trecker durften dort die Bahngleise nicht überqueren, lautete eine Auflage der Behörden für die Demonstration.
Bild:Die Polizei begleitete den Schienenmove der Atomkraftgegner mit einem relativ großen Aufgebot. Auch Reiterstaffeln der Polizei sicherten die Bahnlinie, auf der demnächst der Castoren-Transport nach Dannenberg rollen wird. Aufn.: D. Boick
Bei der Abschlusskundgebung mit Hiphop-Musik an der Oldendorfer Brücke über die Bahnstrecke forderte eine Schülerin zum Protest gegen die Atomenergienutzung auf: Wer schweigt, stimmt dem Geschäft mit dem Tod zu."
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, die die Demonstration angemeldet hatte, war mit der Beteiligung am Schienenmove vor allem angesichts des besonders trüben Herbsttages mit viel Nieselregen zufrieden. Zumal sich viele jugendliche in den Demonstrationszug eingereiht hatten. Üherra ren die U, Vertreter vom großen und massiven Polizeiaufgebot. In Seitenwegen hätten sogar" Räumfahrzeuge gestanden, berichtete Kathrin Grasnick von der BI Umweltschutz.