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vom 25.08.2006

Niedersachsen wäre der beste Endlager-Standort

Zwischenergebnisse einer Studie einer Bundesanstalt in Sachen Atommüll

lni Hannover. Niedersachsen hat einer Studie zufolge im bundesweiten Vergleich die meisten Regionen mit geeigneten Gesteinsformationen für ein Atommüllendlager. Das sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover.

Drei Viertel der von der BGR aufgeführten möglichen Standort-Regionen lägen in Niedersachsen, erläuterte Referatsleiter Volkmar Bräuer. Nach den Studien über Salz- und Kristallin-Formationen hatte das Bundeswirtschaftsministerium die Behörde im Jahr 2003 beauftragt, auch Regionen mit Tongestein auf ihre Eignung zu untersuchen.

Während in Süddeutschland nur die Schwäbische Alb und ein Gebiet im Allgäu sowie das Münsterland und der Norden der neuen Bundesländer als Endlagerregionen in Frage kommen, finden sich die meisten geeigneten Standorte in Niedersachsen, so die BGR.

In Frage kämen Tongesteinsformationen, die sich von der Grafschaft Bentheim und dem Emsland über Osnabrück bis Hannover und Braunschweig erstreckten. Die endgültigen Ergebnisse der Studie werden laut der Bundesanstalt Ende 2006 veröffentlicht.

Aus einer bereits 1995 veröffentlichten „Salzstudie" ging hervor, dass bundesweit nur vier Salzstöcke als Alternative zu Gorleben in Frage kämen, darunter Wahn bei Wippingen im nördlichen Emsland, Zwischenahn im Ammerland sowie das an Sachsen-Anhalt angrenzende Waddekath bei Wittingen. Über den Endlagerstandort in Deutschland ist trotz jahrzehntelanger Diskussionen noch nicht entschieden.

Nach dem Atomgesetz ist der Bund verpflichtet, ein Endlager zu schaffen, das bis 2030 betriebsbereit sein soll. Für hochradioaktiven Abfall aus Kraftwerken wurde bisher lediglich Gorleben in Betracht gezogen. Nach dem Atomkonsens der früheren rot-grünen Bundesregierung wurde die Untersuchung des dortigen Salzstockes zunächst unterbrochen. Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bis zum Jahresende ein Gesetz für eine erneute Endlagersuche auf den Weg bringen will, fordert die niedersächsische CDU/FDPLandesregierung in Hannover, den Salzstock in Gorleben zu Ende zu erkunden.

Bearbeitet am: 25.08.2006/ad


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