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vom 29.11.2005 

Knüppel statt Kessel?

EA ermittelt in Sachen Polizeiübergriffe

gel Gorleben. Der Ermittlungsausschuss (EA) Gorleben der hiesigen Atomkraftgegner will Polizeiübergriffe beim jüngsten Castor-Transport dokumentieren. Daher sucht man jetzt nach Menschen, die diese Übergriffe selbst erlebt, beobachtet oder auf Film oder Foto festgehalten haben.

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Bild: Polizisten zerren in Groß Gusborn einen Landwirt von seinem Traktor und bringen ihn unter Schlägen und Tritten zu Boden - für diesen und andere Polizeiübergriffe beim vorigen Castor-Transport sucht der Ermittlungsausschuss Gorleben nach Zeugen und Belegen. Aufn.: R. Groß

»Wir wollen diese Informationen sammeln, dokumentieren, veröffentlichen und gegebenenfalls juristisch verwerten - selbstverständlich nur mit dem Einverständnis der Betreffenden und strikt vertraulich», teilt der EA mit. Wer Kenntnisse hat, kann sich an den EA Gorleben im BI-Büro wenden: Drawehnerstraße 3 in 29439 Lüchow. Oder per mail an ea-gorleben@nadir.org. Telefonisch ist der Ermittlungsaus-schuss jeden Mittwoch ab 19.30 bis 21 Uhr unter (05841) 979430 zu erreichen. Der EA ist vor allem auf der Suche nach Belegen, die angebliche Übergriffe von Polizisten bei der Schüler-Demo am 18. November in Lüchow oder bei einer geplanten Ankettaktion am 21. November bei Pommoißel nachweisen könnten. Dort soll ein am Boden liegender Castor-Gegner von mehreren Polizeibeamten malträtiert worden sein. Der EA hat nach seinen bisherigen Erkenntnissen den Eindruck, »dass dieses Mal von Seiten der Polizei -zumindest einzelner Einheiten - die Devise ,Knüppel statt Kessel» galt» und fragt: »Sollten dieses Mal die Menschen durch körperliche Gewalt eingeschüchtert und daran gehindert werden, direkten Widerstand zu leisten?» Falls dies die Strategie gewesen sein sollte, dann »ging sie nicht auf», meint der EA: »Widerständige Aktionen von zahlreichen Leuten gegen den Atomtrans-port gab es reichlich -und trotzdem nicht genug.»

Bearbeitet am: 29.11.2005/ad


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