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vom   12.11.2005

»Wann kommt das Castor-Gutachten des BfS?»

GLW-Fraktionen in den Dannenberger Räten werfen dem Bundesamt Hinhaltetaktik vor - BfS dementiert

gel Gorleben. Die GLW-Fraktionen in den Dannenberger Räten mahnen das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) an, endlich wie versprochen ein Castor-Gutachten vorzulegen. Die GLW empört sich über eine angebliche »Hinhaltetaktik» und mutmaßt, dass das BfS erst einmal »über die Castor-Tage hinwegkommen» wolle, ehe sie das Gutachten zur Verfügung stelle.

Das BfS dementiert diese Mutmaßung und teilt mit, dass die Zusage nach wie vor gelte, doch sie beziehe sich auf das komplette Gutachten. Dessen abschließender dritter Teil liege aber noch gar nicht vor. Sobald dies der Fall sei, werde das Gutachten zur Verfügung gestellt.

Es geht um die immer wiederkehrende Diskussion zur Cas-tor-Sicherheit. Die wird anhand von Simulationsrechnungen ermittelt, nicht aber mit realen Falltests. Was auch der hiesige Gorleben-Widerstand immer wieder kritisiert. Im Februar 2005 hatte der Dannenberger Stadtrat deswe-gen BfS-Referenten eingeladen. Die hätten sich mehrfach auf ein Materialprüfungsgutachten der Universität Stuttgart berufen, teilt die GLW mit. Es ging dabei um die Sicherheit von HAW-Behältern bei einem Absturz vom Kran. Damals gab es dann auch die Zusage, dass dem Rat und hiesigen Experten das Gutachten zugesandt werden solle.

»In den bisher vergangenen neun Monaten ist nichts dergleichen passiert», teilt nun die GLW mit -und findet das merkwürdig. Zuerst habe es nämlich gehießen, dass die Presseabteilung noch erklärende Kom-mentare ergänzen wolle. Doch ein Abteilungsleiter habe von dem ganzen Vorgang zunächst gar nichts gewusst. Und dann habe die Anfrage wochenlang im Präsidium geschmort. Als es von dort dann auf Nachfrage grünes Licht gegeben habe, schildert die GLW, sei schließlich von einem dritten Teil des Gutachtens die Rede gewesen. Die GLW findet vor diesem Hintergrund, dass »die Sicherheitsbedürfnisse der hiesigen Bevölkerung und das Informationsbedürfnis des Dannenberger Stadtrats über alle Parteigrenzen hinweg für das Bundesamt für Strahlenschutz absolut nachrangig sind verglichen mit Staatsraison und Polizeitaktik während der Castor-Transporte».

Bearbeitet am: 12.11.2005/ad


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