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vom 29.10.2004 

Kreistag fordert reale Falltests

Bunte Gruppe: Castor-Transporte aussetzen, bis Sicherheit »tatsächlich nachgewiesen» ist

gel Dannenberg. Die Sicherheit vom Castor-Behälter HAW 20/28 soll mit realen Falltests nachgewiesen werden. Solange dies nicht geschehen sei, sollen die Transporte mit französischem Wiederaufarbeitungsmüll ins atomare Zwischenlager Gorleben ausgesetzt werden.

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Castor-Transporte nach Gorleben - hier die Ankunft der Behälter im vorigen Jahr in Breese/Marsch - sollen so lange ausgesetzt werden, bis die Sicherheit der Castoren mit realen Falltests nachgewiesen ist. Das hat jetzt der Kreistag gefordert. Aufn.: J. Feuerriegel

Einen GLW-Antrag mit diesen Forderungen hat der Kreistag am Dienstag in Dannenberg mit großer Mehrheit angenommen. 22 Stimmen der Bunten Gruppe (SPD, UWG, GLW, FDP, Bündnisgrüne) sorgten für die Mehrheit; 15 Gegenstimmen kamen von der CDU.

Die Aufforderung an Transportunternehmen und Genehmigungsbehörden hat nur proklamatorischen Charakter. Nicht mehr - und nicht weniger. Nicht mehr, weil beispielsweise das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die bisherigen theoretischen Berechnungen als Sicherheitsnachweis für ausreichend hält. Aber auch nicht weniger, weil sich im Kreistag wieder einmal eine bunte Phalanx hinter einen Anti-Gorleben-Antrag versammelt hat.

Udo Jentzsch (GLW) begründete den Antrag mit den Worten, dass nicht nur hiesige Atomkraftgegner Zweifel am Nachweis der Castor-Sicherheit hätten. Auch Experten der US-amerikanischen Atomaufsichtsbe- hörde sähen die Genehmigung kritisch. Der ganze Streit um die Sicherheit wäre auszuräumen, wenn es Realtests mit dem Castor-Behälter HAW 20/28 gäbe. Wichtig sei, dass »Sicherheit tatsächlich nachgewiesen» wird und nicht nur auf »Hochglanzbroschüren behauptet» werde. Reale Falltests könnten den definitiven Nachweis erbringen, dass die Behälter auch bei größtmöglicher Belastung nicht beschädigt werden.

Jentzsch erinnerte zudem daran, dass der Universität Hannover »Fehlberechnungen» beim Sicherheitsnachweis aufgefallen waren. Das BfS habe darüber ein Gutachten erstellen lassen, doch die Ergebnisse seien nie veröffentlicht worden.

Bearbeitet am: 29.10.2004/ad


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