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vom 04.11.2004
| epd Dannenberg. Die evangelische Kirche will ihre Präsenz beim Castor-Transport nach Gorleben in der kommenden Woche ausbauen. "Mehr als 50 Seelsorger und Seelsorgerinnen wollen bei Konflikten zwischen Polizei und Demonstranten vermitteln", sagt der Dannenberger Superintendent Peter Kritzokat: "Das sind so viele wie noch nie." Die Vermittler trügen eine weiße Weste mit der Aufschrift "Seelsorger", um jederzeit erkennbar zu sein. Weitere Seelsorger aus der Region wollten speziell für Demonstranten da sein, ist von Lüchows Propst Hans-Jürgen Wolters zu hören. Zugleich begleiten nach Angaben des zuständigen Pastors der hannoverschen Landeskirche, Jobst-Heinrich Ubbelohde, etwa zehn evangelische und katholische Seelsorger die Polizisten aus Niedersachsen. Weitere Pastoren reisten mit den Einsatzkräften anderer Bundesländer an. Sie seien zumeist auch im Alltag mit dem Dienst in Polizei, Zoll und Feuerwehr beauftragt. Viele Kirchengemeinden an der Transport-Strecke wollen laut Kritzokat ihre Gemeindehäuser als Nachtquartier für Demonstranten öffnen. Während des Castor-Transportes nach Gorleben und der damit verbundenen Proteste gebe es an vielen Orten Andachten und Gottesdienste. Daran hätten in der Vergangenheit trotz der Konflikte Polizisten und Demonstranten teilgenommen. |
Bearbeitet am: 04.11.2004/ad