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vom   04.11.2004

"Unhaltbar"

Komitee will wieder Demo beobachten

ab Gorleben. Wenn voraussichtlich in der kommenden Woche ein neuer Castor-Transport in Richtung Gorleben rollt, ist auch das Komitee für Grundrechte und Demokratie wieder mit dabei. Mit Argusaugen werde man das Geschehen beobachten. Das Komitee kritisiert die neuerliche Allgemeinverfügung der Bezirksregierung sowie deren "unhaltbare Hinterherund Vorabrechtfertigung durch das Verwaltungsgericht". Bezirksregierung Lüneburg und Verwaltungsgericht täuschten sich empirisch, sie hätten Erfahrungen früherer Demos einseitig und pauschal "gesamt"-gerechnet, so das GrundrechteKomitee.

Darum könnten sie von ihnen zugestandene, friedliche Demonstrationen mit dem Verweis auf Störer unterbuttern. Hilfsweise sei vorab von einem "polizeilichen Notstand". die Rede, wird zudem vorn Komitee kritisiert: Der Notstand solle darin bestehen, dass in der bereits vorher als gewalttätig eingeschätzten Demo die Polizei andere Rechtsgüter nicht ausreichend schützen könne. Dass es gerade der Polizei als Einrichtung eines Bürger-Staates zuerst um den Schutz eines Grundrechtes gehen müsse, gehe dabei verloren. Ebenso wird nach Meinung des Komitees verkannt, dass es gerade die Art der Allgerneinverfügungen und des Polizei-Einsatzes seien, die allenfalls zu einem "Notstand" der Polizei führten. Der Notstand eines zentralen Grundrechts werde so billigend, Ja bewusst und gewollt in Kauf genommen".

Bearbeitet am: 04.11.2004/ad


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