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vom 25.09.2000

Warum AKW-Gegner weiterhin auf die Straße gehen

"Konsens Mogelpackung"

gel Gorleben. Gerta Manz ist sogar aus München angereist. "Ich finde es wichtig, dass der Protest gegen die Castor-Transporte weitergeht", sagt sie - deshalb der weite Weg nach Lüchow-Dannenberg, wo sie zum ersten Mal an einem Atomprotest in Gorleben teilnimmt. Gerta Manz ist enttäuscht über den Atomkonsens - enttäuscht wie alle der fast 5 000, die am Sonnabend wieder Druck von der Straße machen. Die Regierung, sagt die Münchnerin, habe sich von der Atomwirtschaft einfach über den Tisch ziehen lassen. "Konsens ist Konsens", findet auch Jochen Böhler aus Speyer. Jeden Tag, den die AKW weiterlaufen, sei ein Tag zuviel. Mit Ausstieg habe der Atomkonsens seiner Meinung nach nichts zu tun - wegen der ungeklärten Entsorgung, den gefährlichen Transporten und der "Bestandsgarantie" für die Atomkraftwerke. Der Atomkonsens "ist Scheiße. Das reicht nicht aus", meint Engen Naleakan aus Salzgitter. Er ist IG Metaller und gegen den Schacht Konrad als Atommüllager. Auch er ist von der rot-grünen Bundesregierung sehr enttäuscht.

Wie auch Dr. Dietrich Mackrodt aus Govelin. Er ist besonders von den Bündnisgrünen enttäuscht und deshalb auch aus der Partei ausgetreten. Seiner Meinung nach sei der Atomwirtschaft bei den Verhandlungen "alles geschenkt" worden. Mit der Betriebsgarantie für die laufenden AKW sei der Konsens eine "Mogelpackung".

Bearbeitet am: 25.09.2000/ad


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