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vom 25.09.2000

Widerstand in Gorleben versammelt

5000 protestieren gegen Atom

nt/Ini Gorleben. Vor den Gorlebener Atomanlagen haben am Sonnabend fast 5000 Menschen gegen den Atomkonsens der rotgrünen Bundesregierung und gegen weitere Castortransporte demonstriert. "Wir werden uns wie immer querstellen. Der Atomausstieg ist eine Lüge", sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises, verurteilte die geplanten neuen Atommülltransporte ins Ausland scharf. "Wenn Regierungen ihre zentralen Ziele verraten, müssen wir für mehr Gegendruck im Interesse der Demokratie sorgen", sagte er.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor einer über stürzten Wiederaufnahme der Atomtransporte ins Ausland. Die Polizei benötige mindestens sechs Monate Vorbereitungszeit, um die Maßnahmen zur Begleitung der Transporte zu ergreifen, sagte GdP-Chef Norbert Spinrath. Bislang seien Atommülltransporte ins Ausland von der Öffentlichkeit und Atomkraftgegnern weitgehend unbeachtet geblieben. Dies werde sich aber nach dem Ausstiegskonsens ändern, so Spinrath.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat unterdessen nach zweijähriger Zwangspause für die Stromkonzerne für dieses Jahr noch acht Transporte abgebrannter Brennelemente aus den Atomkraftwerken Stade, Biblis und Philippsburg nach La Hague genehmigt.

Bearbeitet am: 25.09.2000/ad


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