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vom 12.05.1998
300 Atomkraftgegner beim
Schienenspaziergang bei Dahlenburg
Demonstranten stoppten Zug
| lrLüchow.
"Ohne die Schiene geht nix im Atomstaat, darauf bereiten wir uns vor", hieß es
beim demonstrativen "Schienenspaziergang" von rund 300 Atomkraftgegnern am
Sonnabend bei Dahlenburg, an dem auch einige Lüchow-Dannenberger teilnahmen. Vom
Marktplatz ging es nach der Auftaktkundgebung zur Bundesstraße 216, und von dort
spazierten die Demonstranten teils auf, teils neben den Schienen zum Bahnhof Dahlenburg,
ungehindert von Polizei und BGS. Kurzzeitig wurde ein Personenzug aufgehalten. Bis zum Herbst sollen weitere demonstrative Spaziergänge entlang der Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg folgen. Besondere Aktualität erhielt diese Auftaktveranstaltung der Widerstandsaktionen gegen den für Herbst geplanten Castor-Transport von hochradioaktiven Glaskokillen aus La Hague nach Gorleben. Gerade wurde bekannt, daß einige der Castor-Behälter, die aus deutschen AKWs in die französische Wiederaufbereitungsanlage rollten, weit über die Grenzwerte hinaus radioaktiv kontaminiert waren. Claudia Heimbucher von der BI Lüchow-Dannenberg forderte einen sofortigen Stopp der Castor-Transporte und rügte die Schlamperei des Bundesamtes für Strahlenschutz. Auch die BahnAG sei ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen. Die französischen Staatsbahnen immerhin hätten den Transport von Castor-Behältern bis auf weiteres eingestellt. Eine BI-Sprecherin kündigte an, Kontakte zur Bahngewerkschaft aufzunehmen: "Das Bundesamt für Strahlenschutz muß endlich seiner Pflicht nachkommen und prüfen, ob auch der Dannenbdrger Verladekran und seine Umgebung radioaktiv verseucht sind." |
Bearbeitet am: 12.05.1998/ad