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vom 11.05.1998
Undine von Blottnitz fordert Einstellung
aller Atomtransporte
Versagen der Atomaufsicht
| Ir Grabow.
"Die Reaktion der französischen Bahngesellschaft SNFC, alle Atomtransporte bis zur
vollständigen Klärung der Ursachen für die hohen radioaktiven Belastungen der
Transportfahrzeuge auszusetzen, ist richtig und sollte auch in Deutschland schleunigst
Nachr ahmer finden," fordert Undine ) von Blottnitz (Grüne/MdEP). Da 1 die
französische Sicherheitsbehörde (DSIN) urimißverständlich darauf hingewiesen hätten,
daß auch bei deutschen Transporten Oberflächenkontaminationen festgestellt worden seien,
müsse im Bundesumweltministerium endlich gehandelt werden. Das Eisenbahnbundesamt und das Bundesamt für Strahlenschutz als zuständige Aufsichtsbzw. Genehmigungsbehörden sollten bis zur lückenlosen Klärung des Sachverhalts keine weiteren Atomtransporte zulassen - weder im Bereich der Kernbrennstoffe, noch im Bereich der radioaktiven Abfälle. "Es müssen unabhängige Sachverständige hinzugezogen werden, da sich die laxen Kohtrolleure ansonsten nur selbst kontrollieren," kritisiert von Blottnitz weiter. Die hohen Cäsium 137- so wie Kobalt-60-Kontaminationen, die von der französischen Aufsichtsbehörde gemessen wurden, seien ein weiteres Indiz für die "bedrohliche Schlampigkeit der Atomindustrie". Sollten sich die französischen Messungen an deutschen Transporten bestätigen, bedeute das ein Versagen der deutschen Atomaufsicht. Auch die EU-Kommission werde sich mit dem Thema befassen müssen. Mit der Überschreitung der Grenzwerte im Zuge der Atomtransporte seien neben der unentschuldbaren Gefährdung der Gesundheit auch die EU-weiten Regelungen des Strahlenschutzes verletzt worden. Die Umstände dieser "Schweinerei" müßten umgehend auch auf europäischer Ebene geklärt werden. |
Bearbeitet am: 11.05.1998/ad