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vom 16.06.1998
Geplanter Konzern-Umbau bei PreussenElektra
vorerst auf Eis
Jüttner verweigert Atomgenehmigungen
| Ini Hannover.
Die PreussenElektra muß ihre Pläne zur Neuordnung des Konzerns für den Bereich der
Atomkraftwerke vorerst auf Eis legen. Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner
(SPD) will als Reaktion auf die verstrahlten Atommülltransporte die dafür notwendigen
Genehmigungen zunächst verweigern. Er kündigte gestern in Hannover an: "Ich erteile im Moment keine
neuen Genehmigungen, weil wir mitten in der Sachverhaltsaufklärung sind, wie es um die
Zuverlässigkeit der niedersächsisehen Betreiber bestellt ist. " Nach Jüttners Darstellung hat die
Befragung der niedersächsischen Kraftwerksbetreiber ergeben, daß bei Atomtransporten
systematisch gegen Grenzwerte verstoßen wurde. "Wir reden nicht über
Einzelfälle." Die Grenzwertüberschreitungen seien nicht nur in den Atomkraftwerken
bekannt gewesen. Im Fall der PreussenElektra seien die Hinweise auch bis in die
Hauptverwaltung des Konzerns gelangt. Die bisher von den Betreibem genannten Konsequenzen
aus der Affäre nannte der Minister "absolut unzulänglich". |
Bearbeitet am: 16.06.1998 /ad