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vom 04.06.1998
Gedächtnisprotokoll von
Wustrower Stadtratssitzung, 1981 Exratsmitglied der CDU:
"Außenkootamination
zugegeben"
| dm Wüstrow.
Schon im April 1981 sei bekannt gewesen, daß Castoren durch den Beladevorgang bedingt
außen mit strahlendem Plutoniumstaub kontaminiert sind. Daran erinnert jetzt die
Wustrower Stadtratsfraktion von UWG/Bündnisgrünen, die ihre Behauptung durch das
Gedächtnisprotokoll einer Stadtratssitzung am 13. April 1981 belegt. Während jener
Sitzung, bei der der Rat über einen möglichen Castor- Umschlagplatz auf dem Wustrower
Bahnhof informiert werden sollte, hätten der inzwischen verstorbene Günter Zimmermann
und Reinhard König von der Brennelement Gorleben GmbH (BLG) zugegeben, daß der Castor
außen mit Plutoniumstaub behaftet ist. Der damalige CDURatsherr Gerhard Stützer hatte das Protokoll im Mai jenes
Jahres angefertigt, um diese brisante Aussage zu dokumentieren, wie er der EJZ
bestätigte. Für ihn ist klar, daß "die BLG die Außenkontamination damals
zugegeben hat. Die Wahrheit ist, daß der Castor
mit einem Dach versehen wird, weil es unvermeidbar ist, daß er vom Beladevorgang her
trotz sorgfältiger Reinungsbemühungen außen mit Plutoniumstaub behaftet ist und zum Die BLG-Reaktion war überraschend.
Ohne ein Zeichen von Betroffenheit lautete die Antwort schlicht: Ja, das stimmt."' Die Wustrower UWG/Bündnisgrünen-Fraktion verurteilt diese Art der "Volksverdummung" durch die Atomkraftwerksbetreiber und stellt fest, daß sich an dieser Arroganz der eigentlich Mächtigen bis heute nicht ein Deut geändert habe. Die. Kommunalpolitiker entschuldigen sich bei den Lüchow-Dannenbergern, daß sie nicht entschiedener demonstriert und blockiert haben, um die für Anwohner, Demonstranten und Polizisten möglicherweise gesundheitsgefährdenden Atommülltransporte zu verhindern. |
Bearbeitet am: 04.06.1998 /ad